Zerstörte Kliniken, keine Blutkonserven: die Lage im syrischen Ost-Ghuta

Die Angriffe auf Ost-Ghuta in Syrien haben die Weltgemeinschaft alarmiert. 400.000 Zivilisten sollen in der Region eingeschlossen sein, belagert von regierungstreuen Truppen und den Bombardements aus der Luft ausgesetzt. Amaury Gregoire von der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen berichtet von mehr als tausend Opfern, die in den Krankenhäusern vor Ort mehr schlecht als recht versorgt werden können. Es mangelt an Blutkonserven, Antibiotika und an sicheren Räumen für die Verletzten.

"Schon seit November ist die Lage schwierig. Damals ist die Gewalt wieder aufgeflammt. Seit drei Tagen kommen viele Verwundete in jene Krankenhäuser, die wir unterstützen. Wir hören von 1.285 Verletzten und 237 Toten in diesen Einrichtungen."

"Die Krankenhäuser sind nur eingeschränkt handlungsfähig. Außerdem hat das medizinische Personal Angst. 13 Einrichtungen wurden bei den Bombardements beschädigt, aber auch in denen, die bis jetzt heil geblieben sind, herrscht Angst. Die Ärzteteams arbeiten in diesem Zustand, und sogar die Menschen, die in die Keller gebracht wurden, haben Angst."

"Es gibt einen riesigen Versorgungsengpass bei medizinischen Gütern. Wir brauchen diese dringend, aber die Lager, aus denen wir einige der Einrichtungen versorgen, werden immer leerer. Manche Dinge sind gar nicht mehr vorhanden."