Zerbrechliche Feuerpause zwischen Israel und Hamas

Nach dem jüngsten besonders heftigen Schlagabtausch zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden radikalislamischen Hamas scheint sich die Lage beruhigt zu haben. Der Konflikt war am Freitag nach monatelangen Spannungen bedrohlich eskaliert. 

Eine von der Hamas am Samstagabend verkündete und von Ägypten ausgehandelte Feuerpause scheint - von vereinzelten Gefechten abgesehen - zu halten - auch wenn Israel diese bislang nicht offiziell bestätigen wollte.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte am Sonntag, man habe die Hamas am Vortag "erheblich und hart getroffen". Israels Politik sei klar. "Wer uns angreift, den werden wir mit großer Härte attackieren." Er hoffe, dass die Hamas diese Botschaft verstanden habe.

Der UN-Sondergesandte für den Nahen Osten, Nikolai Mladenow sagte in Gaza: Man habe am Rande eines Krieges gestanden und werde mit allen involvierten Parteien zusammenarbeiten, um die Situation zu deeskalieren.

Aus dem Gazastreifen wurden nach israelischen Angaben über das Wochenende insgesamt rund 200 Raketen und Granaten auf israelisches Gebiet abgefeuert. Israels Luftwaffe bombardierte gleichzeitig massiv Dutzende Hamas-Ziele.