Zentrum Für Alte Musik: Klosterlieder taugen auch für Mitsingspaß

Sommerfest mit Ausflügen in die Historie und einem Ausblick auf neue Konzerte

Neue Zuhörer für Alte Musik gewinnen, das will die Kölner Gesellschaft für Alte Musik. So erproben die Mitglieder immer neue Ideen, Konzertformate und originelle Räume. Jetzt lockte ein Sommerfest bei freiem Eintritt ins Kölner Zentrum für Alte Musik (Zamus) am Heliosturm. Da gab es Kaffee, Kuchen und musikalische Appetithäppchen. Das Fest war zugleich der Auftakt für eine ganz neue Projektreihe: "Zamus unlimited". Sie ergänzt, erklärte Zamus-Leiter Thomas Höft, das beliebte Kölner Fest für Alte Musik, das immer im Frühjahr steigt, um ein Herbst-Winter-Programm.

Im Zamus hatten jetzt viele Neugierige die Wahl zwischen einem Dutzend kurzer Konzerte. Bald war der große Saal rappelvoll. Man konnte Solisten und Ensembles einmal ganz nah erleben, mit historischen Instrumenten und in lockerer Atmosphäre. Auch gab es Begegnungen mit Japan und dem Orient. Alte Musik, das definieren die Kölner Musiker als extra weites Feld zwischen dem Mittelalter und der Romantik, sogar bis ins 20. Jahrhundert hinein. Experten erforschen alte Noten und bereiten ihre Fundstücke für einen Vortrag auf.

Beispiele bekam man jetzt im Ehrenfelder Zentrum in der Heliosstraße unterhaltsam präsentiert. So hatte sich der Flötist Norbert Rodenkirchen ein Quiz ausgedacht, das viel über das Entziffern alter Noten verriet. Die Sängerin Maria Jonas lud die Besucher zum Mitsingen ein, da kamen altitalienische Klostergesänge teils wie Volksliedchen daher. Und in einem "Barocken Schäferstündchen" entzückte die junge Kölner Opernsängerin Anna Herbst mit Arien von Bach. Ihr frischer und nuancenreicher Sopran war eine Entdeckung. Beim vielfarbigen Sommerfest wurde zudem das Angebot "Zamus unlimited" vorgestellt, das die Oboistin Ulrike Neukamm leitet.

www.zamus.de

Barocktanz und Wiener Klänge

In der neuen Reihe "Zamus unlimited" (Zamus grenzenlos) gibt es von September bis Januar Workshops und Konzerte. Es beginnt mit Angeboten für Barockensembles in Dormagen-Knechtsteden und Köln. Offen für alle sind Workshops zum Barocktanz (30. September) und zum "Heilsamen Singen" (1. November). Im Zamus selbst steigen Salonkonzerte (16. November, 3. Dezember, 21. Januar). Im Café Fassbender trifft Köln auf Wien (1. Oktober). Am Großmarkt, in der Alten Versteigerungshalle, gibt das Cölner Barockorchester ein Benefizkonzert für die Kölner Tafel (20. November). Auch ein Kinderkonzert (28. Januar) gehört dazu. Das Programm liegt im Zamus (Heliosstraße 15) aus und steht im Internet. Karten gibt es unter tickets@zamus.de, für Workshops meldet man sich bei der Leiterin (ulrike.neukamm@zamus.de)....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta