Zentraler Treffpunkt fehlt: Sülzer wollen ein Bürgerzentrum – Zahlreiche Ideen

Die Bürger schmieden Pläne, wie das Leben im Stadtteil verbessert werden kann.

Schön wäre ein Ort, an dem Nachbarn Kaffee trinken, plaudern und gemeinsam handarbeiten, vielleicht eine Fremdsprache lernen oder ein Theaterstück proben. Bürgerinitiativen würden sich hier treffen und Pläne schmieden, Kinder spielen, basteln und sich Bilderbücher anschauen.

Zentraler Treffpunkt fehlt dem Veedel

Doch ein solcher zentraler Treffpunkt fehlt in Sülz. Dieser Meinung waren alle Anwohner, die zum Veedelstreffen in die Aula des Schiller-Gymnasiums gekommen waren. Zum zweiten Mal, hatte die Agora, eine aus rund 130 Personen und Organisationen bestehende Bewegung, die sich für eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft einsetzt, Nachbarn eingeladen.

Die Sülzer konnten wieder Ideen präsentieren, um das Leben im Viertel weiter positiv zu gestalten – und sich gemeinsam für ein Thema zu entscheiden, das als „Leuchtturmprojekt“ künftig von der Agora gefördert wird.

Der Vorschlag eines Bürgerzentrums überzeugte alle

Die Wahl fiel diesmal auf den Vorschlag, ein Bürgerzentrum im Viertel zu errichten. Es war nur einer von mehreren Einfällen, die präsentiert wurden, überzeugte aber alle – und wurde durch Vorschläge anderer Besucher ergänzt.

Eine junge Frau hatte sich beispielsweise gewünscht, dass im Viertel ein Ort geschaffen wird, wo Nachbarn Dinge unentgeltlich ausleihen und verleihen können. Ihr Einfall wurde in das Programm des noch zu gründenden Bürgerzentrum aufgenommen.

Mitglieder helfen bei der Erarbeitung eines Konzepts

Manche hatten schon ganz bestimmte Vorstellungen von dem künftigen Treff. Einen lauschigen Innenhof soll es dort geben und eine Schaukel, wünschen zwei Besucherinnen. Einen Ort, an dem das Bürgerzentrum zuhause sein könnte, hatten die Teilnehmer des Treffens allerdings noch nicht eindeutig anvisiert.

Vielleicht könne man Räume in dem ehemals besetzten Haus an der Zülpicher Straße, Ecke Josef-Stelzmann-Straße nutzen, schlugen zwei Besucher vor. Die Stadt hat das Gebäude mittlerweile gemietet, um dort Wohnraum für geflüchtete Menschen zu schaffen. Einige Gemeinschaftsräume stünden dort noch zur Verfügung, wussten die beiden Befürworter dieses Standortes.

„Toll, wäre aber auch ein dezentrales Bürgerzentrum, das die Leerstände an der Zülpicher Straße nutzt“, schlug Martin Herrndorf von der Agora vor. Die Bewegung wird das neue „Leuchtturmprojekt“ unterstützen, indem ihre Mitglieder dabei helfen, ein Konzept zu erarbeiten und es auf den Weg zu bringen.

Zahlreiche Ideen für die Verbesserung der Lebensqualität in Sülz

Auf diese Weise ist bereits ein anderes Projekt im Viertel erfolgreich gestartet. Die Sternplatzinitiative, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Aufenthaltsqualität rund um die sternförmige Kreuzung von Remigius-, Konrad- und Arnulfstraße zu verbessern, hat mit Hilfe der Agora einen Vorschlag zur Gestaltung des Platzes ausgearbeitet und bei einem Ortstermin Kommunalpolitikern und Mitarbeiter der Verwaltung vorgestellt. Das erste Ergebnis wird im Sommer zu sehen sein. Zunächst werden Bänke aufgestellt, im Herbst wird eine Hecke gepflanzt.

Eine ähnliche Idee gehörte zu den übrigen Einfällen, die Nachbarn jetzt zum Veedelstreffen mitgebracht hatten. Gabi Linde, Sülzer Nachbarin und Mitglied der Agora, stellte sie vor: „Der Manderscheider Platz könnte so gestaltet werden, dass sich Nachbarn auf der Wiese treffen und Kinder auch dort spielen.“

Für die Hunde könnte man das kleine Rasenstück am Ende des Platzes reservieren. Viel Anklang fand auch die Überlegung von Olga Witt, Betreiberin des Ladens Tante Olga, wo sie Lebensmittel ohne Verpackung verkauft. Sie plädierte dafür, „Wasserzapfstellen“ in Form von Brunnen oder einfachen Wasserhähnen im Viertel anzubringen. So könnten die Menschen, die dort unterwegs sind, zwischendurch etwas trinken, ohne Wasser in Plastikflaschen kaufen zu müssen....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta