Kurios: Torhüter verwechselt Elfmeterpunkt mit Ball

Robin Zentner, Keeper des FSV Mainz 05 (Foto: Reuters)

So eine Szene hat es in über 50 Jahren Bundesliga wohl auch noch nicht gegeben! Beim 1:1 von Borussia Mönchengladbach gegen den FSV Mainz 05 hatte Gäste-Keeper Robin Zentner das Glück auf seiner Seite, als er seinen eigenen Fauxpas gerade noch ausbügelte.

Was war passiert?

Nach einem Rückpass hatte sich Zentner hinsichtlich der genauen Position des Balles komplett geirrt. Während die Kugel einige Meter hinter ihm lag, vermutete der Torwart sie weiter vorne und machte eine Ausholbewegung, um den Ball wegzuschlagen. Die Konsequenz: Statt des Balles schoss er ein Luftloch.


Offenbar hatte Zentner den Ball mit der weißen Kreide auf dem Elfmeterpunkt verwechselt.

Erst dann bemerkte der Keeper seinen Fauxpas und eilte schnell nach hinten. Der heranstürmenden Lars Stindl kam letztlich den Bruchteil einer Sekunde zu spät, sonst hätte es wohl den 1:1-Ausgleich gegeben.

"Ich nehme den Ball an, dann gucke ich, wen ich anspielen kann", schilderte der Schlussmann die kuriose Szene bei Sky. "Dann will ich auf die Sechs, auf Jean (Gbamin, d.R.) spielen, sehe wahrscheinlich aus dem Augenwinkel etwas Weißes und denke, dass ist der Ball. Dann spüre ich keinen Widerstand."


Obwohl er sich nach der Aktion lachend mit seinen Teamkollegen abklatschte, nagte der Aussetzer doch etwas an ihm. "Es ärgert mich schon, es ist eine Situation, die man nicht haben will - aber es ist zum Glück nichts passiert. Deswegen kann man irgendwann mal darüber lachen."

Soweit ist es aber noch nicht. "Die Jungs sind sehr krativ, irgendetwas wird kommen", antwortete Zentner auf die Frage, ob er erwarte, von seinen Mannschaftskameraden in der Kabine hochgenommen zu werden. "Aber ich halte das aus."


Wie cool Zentner ist, zeigte er ein paar Minuten später: Als seine Teamkollegen schon den Rasen verlassen hatten, stand der Keeper noch im Innenraum und schoss Selfies mit Fans.