Zeitung: Einigung über Kredit für Air Berlin - Ministerium dementiert

Der Vertrag für den 150-Millionen-Euro-Kredit an die insolvente Fluglinie Air Berlin ist laut einem Pressebericht unterschrieben. Die Airline winigte sich demnach mit der staatlichen Förderbank KfW auf die Konditionen

Unklarheit über den Vertrag für den 150-Millionen-Euro-Kredit an die insolvente Fluglinie Air Berlin: Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums dementierte am Sonntag auf Anfrage einen Bericht der "Bild am Sonntag", wonach der Vertrag unterschrieben sei. Die Zeitung hatte geschrieben, dass sich die Airline mit der staatlichen Förderbank KfW auf die Konditionen geeinigt habe. Demnach zahlt Air Berlin der Bank nun knapp zehn Prozent Zinsen.

Mit der Kreditlinie könne Air Berlin nach Bedarf bis zu 150 Millionen Euro abrufen und so die Liquidität sichern, bis der Verkauf abgeschlossen sei, so die "BamS". Allerdings müsse die EU-Kommission die Unterstützung durch die staatliche Bank noch absegnen, heißt es in dem Bericht. Konkurrenten sehen in dem Kredit eine verbotene Beihilfe.

Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums sagte auf Anfrage, der Vertrag sei noch nicht unterschrieben. Der technische Prozess für die Auszahlung des Kredites laufe.

Air Berlin hatte Mitte August Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Derzeit verhandelt die Airline mit Lufthansa und mindestens noch zwei weiteren Interessenten.