Geschwärzter Werner: Rangnick glaubt an Provokation

Lukas Rott, Maximilian Lotz
Bei der Präsentation der Aufstellungen fehlte ein Bild von Leipzigs Timo Werner

Bei der Präsentation der Mannschaftsaufstellungen vor dem Gastspiel von RB Leipzig beim FC Schalke 04 war ausgerechnet von Timo Werner kein Bild auf der Videoleinwand zu sehen.

Dies hatte jedoch ganz pragmatische Gründe. Wie die Königsblauen auf SPORT1-Nachfrage erklärten, bekam der Klub von RB kein Bild, da Werner bei der Produktion der Fotos im Rahmen der Media Days noch im Urlaub weilte. Es steckte also keine böse Absicht dahinter.

Schalke-Manager Heidel sagte der Bild am Sonntag. "Das hat mich sehr geärgert. Leider hat die DFL zu zwei der RB-Spieler keine Fotos geschickt, einer war Timo Werner. Aber das hätte man dennoch besser lösen können."

Rangnick: "Kein Zufall"

RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff war nicht böse: "Erster Spieltag für alle, da läuft nicht alles rund." RB-Sportdirektor Ralf Rangnick, in der Vergangenheit selbst zweimal als Trainer auf Schalke tätig, reagierte hingegen weniger gelassen.

"Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass speziell auf Schalke zu Saisonbeginn immer mal wieder Dinge schief laufen", sagte er im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1: "Dass das kein Zufall war, ist klar. Die hätten problemlos ein Autogrammbild von ihm aus der vergangenen Saison nehmen können. Ich gehe davon aus, dass Christian Heidel nichts davon gewusst hatte, sondern dass es auf anderer Ebene im Klub entschieden wurde."

Werner hatte im Hinspiel der vergangenen Saison für Aufregung gesorgt, als er mit einer Schwalbe einen Elfmeter herausholte und so die Schalker 1:2-Niederlage einleitete.

Wieder Pfiffe gegen Werner

Auch zum Bundesliga-Auftakt auf Schalke wurde der Nationalspieler von Teilen des Publikums bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen.

RB-Trainer Ralph Hasenhüttl bedauert, dass Werners Schwalbe noch immer die Schlagzeilen zu dieser Partie bestimmt.

"Das Spiel hat viel mehr zu bieten als eine Schwalbe, die ein Dreivierteljahr zurückliegt", sagte Hasenhüttl bereits vor dem Spiel bei Sky.