Zeichen gegen Rassismus: 97-jähriger Kriegsveteran unterstützt NFL-Spieler

Zeichen gegen Rassismus: 97-jähriger Kriegsveteran unterstützt NFL-Spieler

Rassismus? Nein, danke! Amerikanische Topsportler boykottieren vor Spielen die Nationalhymne, während US-Präsident Donald Trump sie dafür wüst beschimpft.  Ein 97-jähriger Veteran findet den Protest richtig und setzte selbst ein mutiges Zeichen.

"Mein Opa ist ein 97-jähriger Veteran des Zweiten Weltkrieges und Farmer in Missouri, der diejenigen unterstützen will, die einen Kniefall machen: 'Diese jungen Menschen haben jedes Recht zu protestieren'", lautete der Post von Enkel Brennan Gilmore. Dazu lud er ein Foto seines Großvaters auf Twitter hoch, das diesen bei einem Kniefall zeigt.

Der Beitrag ging in kürzester Zeit viral. In einem Folgetweet erklärte Gilmore: "Mein Großvater ist seit vielen Jahren ein Unterstützer der Bürgerrechte. Er ist ein großartiger Mann und immer auf der Seite der Gerechtigkeit." Der Weltkriegsveteran selbst erzählte "Springfield News": "Ich wollte allen das sagen, was wir unseren Enkeln erzählt haben. Wenn sie abends zu Bett gingen, sagten wie ihnen, dass wir so tapfer wie Jesus sein möchten."

Der Kniefall hat sich bei Spielern der NFL etabliert und symbolisiert eine Kampfansage an den Rassismus. Insbesondere nach dem rassistisch motivierten Anschlag von Charlottesville, bei dem eine Frau ums Leben kam. Zuerst von dem mittlerweile vereinslosen Quarterback Colin Kaepernick vor einem Spiel zur Schau gestellt, ist die Geste nun auch in der amerikanischen Baseballliga angekommen.

Vergangene Woche ging Oakland Athletics Catcher Bruce Maxwell bei einem Match symbolisch in die Knie. Darüber hinaus sympathisieren auch Basketball-Megastars wie LeBron James mit der Bewegung. Letzterer lieferte sich zuletzt über die sozialen Netzwerke ein erbittertes Wortgefecht mit Donald Trump. Die Wochenendspiele der NFL standen indes ganz im Zeichen der Protestwelle gegen den Rassismus. Einige Spieler blieben beim Absingen der Hymne sogar ganz in den Kabinen.