Zeichen für Frieden: Anti-Terror-Bustour von Imamen kommt am Sonntag in Berlin an

Die Geistlichen wollen zeigen, dass Terror nichts mit dem Islam zu tun hat

Eine Gruppe Imame will mit einer Bustour durch Europa ein Zeichen gegen den Terrorismus setzen. Am Sonntag machen die rund 60 Teilnehmer aus mehreren Ländern am Breitscheidplatz in Berlin-Charlottenburg Station. Dort wurden im Dezember beim Anschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche zwölf Menschen durch den islamistischen Attentäter Anis Amri getötet.

Danach fährt der Bus weitere Städte an, die in den vergangenen Jahren von Anschlägen betroffen waren - darunter Brüssel, Toulouse und Nizza. Der Imam Houcine Drouiche aus Nîmes sagte, es gehe um eine "Botschaft der menschlichen Brüderlichkeit gegen den Terrorismus".

Die großen muslimischen Dachverbände in Frankreich sind nicht beteiligt

Der Bus mit der Aufschrift "Marsch der Muslime gegen den Terrorismus" hielt zum Auftakt am Samstag auf dem Pariser Prachtboulevard Champs-Élysées. Die Imame beteten an dem Ort, wo im April ein Polizist bei einem Anschlag ermordet worden war.

Muslime müssten sich nicht für islamistischen Terrorismus rechtfertigen, sagte Hassen Chalghoumi, Imam im Pariser Vorort Drancy, dem Sender France Inter. Dieser nehme den Islam zur Geisel. Aber: "Es ist wichtig, dass die Muslime sich ausdrücken können, um zu sagen, dass meine Religion nichts mit diesen Barbaren zu tun hat."

Chalghoumi hat die Aktion gemeinsam mit dem jüdischen Schriftsteller Marek Halter initiiert. Die großen muslimischen Dachverbände in Frankreich sind nicht an der Aktion beteiligt. Die Bustour endet am 14. Juli, dem französischen N...

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