Zehntausende Menschen demonstrieren in London gegen US-Präsident Trump

1 / 2

Lautstarker Anti-Trump-Protest am Trafalgar Square

Zehntausende Menschen haben am Donnerstagabend in London lautstark gegen den Großbritannien-Besuch von US-Präsident Donald Trump demonstriert. "Donald Trump ist nicht willkommen", skandierten die Teilnehmer

Zehntausende Menschen haben am Freitag in London gegen den Großbritannien-Besuch von US-Präsident Donald Trump demonstriert. "Donald Trump ist nicht willkommen", skandierten die Teilnehmer, die über die Oxford Street zum Trafalgar Square liefen. Andere sich reimende Parolen lauteten "No Trump, no KKK, no fascist USA" (Kein Trump, kein rassistischer Ku-Klux-Klan-Geheimbund, keine faschistische USA).

Einige Demonstranten schlugen auf Töpfe und Pfannen ein, andere spielten Trompete oder andere Instrumente, viele hielten orange Luftballons mit der Aufschrift "Stop Trump".

Auf mitgeführten Schildern hieß es unter anderem "#Dump Trump!" (Entsorgt Trump!), "Meine Mum kann sie nicht leiden. Und sie mag alle!" sowie "Dies ist der Karneval des Widerstands". Die 42-jährige Georgina Rose sagte: "Trump ist frauenfeindlich, chauvinistisch, homophob, fremdenfeindlich, er fördert Fanatismus, und er hat winzig kleine Hände" - eine Anspielung auf seine Penisgröße.

Vorne im "Frauenmarsch lief eine Demonstrantin mit einem "pussy hat", einer rosa Strickmütze aus Protest gegen Trumps Sexismus.

Anderswo in London ließen Demonstranten einen riesigen Ballon in Form eines Trump-Babys mit Windeln über der Menge schweben. Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan, der seine Teilnahme an der Demonstration ankündigte, hatte zuvor die Genehmigung dieses satirischen Protests gegen den US-Präsidenten verteidigt.

Der Labour-Politiker erklärte zugleich, dass die Demonstration alles andere als antiamerikanisch sei. "Die meisten, die demonstrieren werden, lieben die USA, so wie ich", sagte er. Aber eine besondere Beziehung zu unterhalten, bedeute auch zu sagen, wenn "wichtige Werte in Gefahr" seien, fügte er in Anspielung auf das spezielle Verhältnis zwischen USA und Großbritannien hinzu.