Zehntausende Hühner nach Vogelgrippe-Ausbruch in Tschechien getötet

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Zugvögel (AFP/MENAHEM KAHANA)

Auf einem Hof in Tschechien müssen nach dem Nachweis des Vogelgrippevirus zehntausende Hühner getötet werden. Nach Angaben der Veterinärbehörden sollten im Laufe des Dienstag insgesamt 80.000 infizierte Tiere gekeult werden, nachdem seit Ende vergangener Woche auf dem Hof in Libotenice nördlich von Prag bereits mehr als 100.000 Tiere der Seuche zum Opfer gefallen waren.

Das nachgewiesene H5N1-Virus sei "sehr aggressiv" und töte die Tiere in rasender Geschwindigkeit, sagte ein Behördenvertreter. Demnach müssen auch mehr als eine Million Eier vernichtet werden. Tschechien registrierte in diesem Jahr 48 Infektionsherde der Vogelgrippe - ein neuer Höchststand binnen eines Kalenderjahrs.

Auch im Nordosten Sloweniens wurde am Dienstag ein Hof unter Quarantäne gestellt, nachdem dort ein Fall von Vogelgrippe entdeckt worden war. Es handelte sich um die erste bestätigte H5N1-Infektion in diesem Jahr in Slowenien. In Belgien und Frankreich hatte es kürzlich ebenfalls Vogelgrippe-Fälle gegeben.

Gefahr ergibt sich vor allem dann, wenn sich Zugvögel mit dem Virus anstecken und die Vogelgrippe dadurch weiter durch Europa tragen. Die Vogelgrippe ist für die Tiere selbst tödlich, für den Menschen in der Regel aber ungefährlich. Allerdings kann H5N1 in seltenen Fällen auch auf Menschen übertragen werden und dann schwere Erkrankungen auslösen.

hcy/ju

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