Zehntausende gehen gegen Frankreichs Präsident Macron auf die Straße

Susanne Klaiber

In Frankreich sind am Samstag Zehntausende gegen ihren sozialliberalen Präsidenten Emmanuel Macron auf die Straße gegangen. Macron war zwar nicht zu Hause, sondern zu Besuch im französischen Überseegebiet Neukaledonien im Südpazifik. Trotzdem dürfte ihn der Protest noch länger beschäftigen.

Die Lage in Frankreich auf den Punkt gebracht.

Was in Frankreich passiert ist:

► Nach Angaben der Polizei nahmen an dem Protestmarsch am Samstag 40.000 Menschen teil. Die Linkspartei La France Insoumise (“Das unbeugsame Frankreich”) schrieb auf Twitter von 160.000 Teilnehmern.

► La France Insoumise hatte den Protest organisiert. Unter den Teilnehmern waren Studenten, Krankenpfleger, Rentner und Vertreter der seit Wochen immer wieder streikenden Eisenbahner.

► Der Protest blieb weitestgehend friedlich, ähnelte einer großen Party. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, setzte die Polizei am Rande der Demonstration allerdings auch Tränengas ein.

► Vor Beginn der Demo hatte das Motto der Demonstration die Sorge ausgelöst, es könne wie schon bei Demos am 1. Mai Gewalt geben. Denn den ironischen Titel “Feiern für Macron” kann man im Französischen auch als Aufruf verstehen, sich Macron “vorzuknöpfen”.

Was die Demonstranten an Macrons Politik stört:

Macron hat innerhalb eines knappen Jahres im Amt viele umstrittene Reformen durchgesetzt, die der Präsident dem Vernehmen nach lieber “Umwandlungen” nennen will. Das soll weniger technisch klingen, mehr nach Aufbruch ins 21. Jahrhundert.

► Macron hat...

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