Zehn Jahre jüdisches Zentrum - Charlotte Knobloch: "Eine Heimat im Herzen der Stadt"

Charlotte Knobloch

Das bedeutet der St.- Jakobs-Platz für mich: Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde erzählt es in der AZ.

Wie am ersten Tag blicke ich voller Freude aus meinem Büro über den St.-Jakobs-Platz. Das Glücksgefühl ist ungebrochen, ebenso wie die große Dankbarkeit gegenüber der Stadt und dem Freistaat Bayern.

Hätte Christian Ude das Projekt seinerzeit nicht zur Chefsache gemacht und die Landesregierung mitgezogen, und hätten wir nicht so viele Unterstützer aus allen Bereichen der Gesellschaft gefunden, wäre es unmöglich gewesen, diesen ambitionierten Traum zu realisieren. Die jüdische Gemeinde hat wieder eine sichtbare Heimat im Herzen der Stadt.

Der Umzug war für die Gemeinde wie eine Heimkehr

Früher wurde ich oft gefragt: "Wir wissen ja, es gibt Juden in München, aber wo seid ihr eigentlich?" Diese Frage haben wir vor zehn Jahren beantwortet: Hier sind wir und wir bleiben.

Der Einzug ins neue Gemeindezentrum war mehr als ein Umzug aus dem Hinterhof. Es war eine Heimkehr: Bis 1938 war die Kultusgemeinde in der Altstadt in direkter Nachbarschaft mit der Frauenkirche.

Nach 1945 glaubten viele nicht, dass jüdisches Leben in Deutschland eine Zukunft haben könnte. Doch wer baut, der bleibt.
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