Zalando wächst und wächst und wächst

Es ist ein neuer Rekord: Die Berliner Online-Modeplattform Zalando hat im vierten Quartal nochmal einen Spurt hingelegt. Der Umsatz wuchs nach vorläufigen Zahlen um 21,2 bis rund 23,2 Prozent, wie der Konzern am Mittwochmorgen mitteilte. Das bedeutet für das gesamte Jahr einen Anstieg auf rund 4,5 Milliarden Euro. Damit übertrifft das Internetmodehaus erstmals die Marke von vier Milliarden Euro.

Und in diesem Tempo soll es in diesem Jahr weitergehen. „Unser Fokus liegt nach wie vor auf starkem Wachstum und dem Ausbau unseres Marktanteils, gestützt durch weitere Investitionen“, kündigte Rubin Ritter, Co-CEO von Zalando, am Mittwoch an. Auch im laufenden Jahr soll das Unternehmen profitabel wachsen.

Aber das hohe Wachstumstempo und die Eroberung von weiteren Marktanteilen in der Modebranche ist teuer. So sank die Ebit-Marge, also des Gewinns vor Zinsen und Steuern, nach vorläufigen Zahlen auf 4,7 bis 4,9 Prozent. Im vergangenen Jahr erreichte sie noch 5,9 Prozent. So erwartet Ritter nur einen operativen Gewinn Ebit von 209 bis 222 Millionen Euro. Das heißt: Er liegt im Korridor des Vorjahresniveaus von 216 Millionen Euro.


Wo und wie der Konzern im vergangenen Jahr investiert hat, um das hohe Wachstum zu erreichen, dürfte Zalando erst am 1. März erklären. Dann will der Konzern seine detaillierten Zahlen zum Gesamtjahr vorlegen und eine Prognose für das laufende Jahr abgeben. Klar ist aber, dass vor allem höhere Logistikkosten die Marge gedrückt haben. Die Börse beeindruckte das Wachstum nur wenige. Der Aktienkurs von Zalando stieg nur leicht auf 44,63 Euro.