Ägyptische Regierung: 16 Polizisten bei Kämpfen mit Dschihadisten getötet

Eine Siedlung in Bahariya im Dezember 2016

Bei Gefechten zwischen islamistischen Kämpfern und Polizisten im Westen Ägyptens sind nach offiziellen Angaben 16 Polizisten getötet worden. Ein Polizist gelte als vermisst, 13 weitere wurden verletzt, teilte das Innenministerium in Kairo mit. Demnach wurden auch 15 islamistische Kämpfer getötet oder verletzt. Sicherheitsvertreter und Ärzte hatten zuvor von 35 getöteten Polizisten berichtet.

Laut Innenministerium waren die Polizisten auf der Suche nach einer "Gruppe Terroristen", die sich zur Vorbereitung von Anschlägen in der Wüste versteckt hielten, als sie in der Nähe der Oase Bahariya angegriffen wurden. Einem Sicherheitsvertreter zufolge suchten Polizeieinheiten am Abend weiterhin nach den Angreifern. Ein anderer Sicherheitsvertreter hatte zuvor berichtet, die Polizisten seien in einen Hinterhalt geraten und mit Raketen und Sprengsätzen angegriffen worden.

Das Auswärtige Amt in Berlin verurteilte den "hinterhältigen Angriff" auf die ägyptischen Sicherheitskräfte. Solche "?terroristischen Angriffe" seien durch nichts zu rechtfertigen, erklärte ein Sprecher und fügte hinzu, die internationale Gemeinschaft werde sich der Bedrohung weiter "entschlossen entgegenstellen".

Seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi 2013 durch das ägyptische Militär haben extremistische Gruppierungen in Ägypten ihre Angriffe auf Soldaten und Polizisten verstärkt. Mehrere hundert Soldaten und Polizisten wurden seither getötet.

Vor allem von der Sinai-Halbinsel, die an Israel und den palästinensischen Gazastreifen grenzt, werden immer wieder Gefechte zwischen Sicherheitskräften und islamistischen Kämpfern gemeldet. Dort ist ein Ableger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) aktiv.