Kimmich in Startelf - BVB ohne Götze

Joshua Kimmich stößt mit Verspätung zum Team

Zum Spitzenspiel des 11. Spieltags der Bundesliga empfängt am Samstag der Zweite Borussia Dortmund Tabellenführer FC Bayern München (18.30 Uhr im LIVETICKER). 

Wider Erwarten gehört auch Joshua Kimmich zum Team des FCB. Nach einer Magenverstimmung reiste der Außenverteidiger erst einen Tag nach seinem Team nach Dortmund, Jupp Heynckes berief den Außenverteidiger gleich in die Startelf. Der zuletzt ebenfalls angeschlagene Jerome Boateng nimmt dagegen zunächst auf der Bank Platz - er wird von Niklas Süle ersetzt. Robert Lewandowski kann nach seiner Pause gegen Celtic Glasgow in der Champions League ebenso spielen wie Mats Hummels. 


Im Mittelfeld warten die Bayern mit den Spaniern Javi Martinez und Thiago, sowie dem Kolumbianer James auf. Bei Dortmund fehlt etwas überraschend der ehemalige Münchner Mario Götze. Auch Nuri Sahin gehört nicht zur Startelf. Das Dreier-Mittelfeld bilden Gonzalo Castro, Julian Weigl und Shinji Kagawa. Auf den Außen kommen Christian Pulisic und Andrej Yarmolenko zum Einsatz. 

Die Vorzeichen könnten für die beiden Top-Teams vor dem Kracher kaum unterschiedlicher sein.

Beim BVB brennt derzeit der Baum. In der Liga gab es aus den vergangenen drei Partien nur ein mageres Pünktchen, dafür neun Gegentore und zuletzt eine derbe 2:4-Klatsche in Hannover. Am Mittwoch dann der vorläufige Tiefpunkt. Gegen Zyperns Meister Apoel Nikosia kam die Borussia trotz einer Vielzahl an Chancen und drückender Überlegenheit nicht über ein 1:1 hinaus. Das Aus in der europäischen Königsklasse ist so gut wie besiegelt. 

Dortmund anfällig für Konter

BVB-Keeper Roman Bürki parierte in den letzten drei Bundesliga-Spielen nur 55 Prozent der Bälle, die auf sein Tor kamen (11 von 20), er kassierte neun Gegentore.

Nur Köln kassierte in dieser Saison mehr Gegentore nach Kontern (4) als Dortmund (3) und auch die beiden jüngsten Platzverweise gegen Sokratis (Leipzig) und Dan-Axel Zagadou (Hannover) resultierten aus Umschaltsituationen – zudem verursachte der BVB in den letzten drei Bundesliga-Spielen jeweils einen Strafstoß.

Dortmunds Trainer Peter Bosz übt sich trotzdem in Optimismus: "Wir haben einen Tag weniger als die Bayern. Wir müssen das zusammen machen. Wir sind zusammen da drin und kommen da auch zusammen wieder raus. Das geht aber nur, wenn wir hart arbeiten, Vertrauen haben - und endlich mal gewinnen."

Boateng fraglich

Die Münchner haben sich dagegen nach der Entlassung von Star-Coach Carlo Ancelotti unter Trainer-Fuchs Heynckes nicht nur stabilisiert, sondern eilten in den vergangenen Spielen von Sieg zu Sieg.

In der Champions League das Achtelfinale erreicht, einen fünf Punkte Rückstand auf Ex-Spitzenreiter Dortmund in der Bundesliga in einen drei Punkte Vorsprung umgewandelt - es hätte für die Bayern kaum besser laufen können.

Bei den Bayern sehen viele Heynckes Maßnahme, Javi Martinez wieder auf der Sechs statt in der Innenverteidigung zu bringen, als den Schlüssel zum Erfolg. "Er ist ein Hauptfaktor, warum wir weniger Chancen zulassen und stabiler in der Abwehr stehen. Er läuft viele Räume zu", sagte Torwart Sven Ulreich nach dem jüngsten 2:1-Sieg in der Champions League bei Celtic Glasgow. 

Statistik spricht für München

Die Statistik spricht klar für die Münchner. Die Bayern-Abwehr ist unter Heynckes, der zuletzt im Champions-Legue-Finale von 2013 auf den BVB traf, in der Liga noch ohne Gegentor.

Erstmals startete ein Coach der Bayern mit drei Zu-Null-Spielen in der Bundesliga, in diesen drei Begegnungen ließen die Bayern zusammen nur 15 gegnerische Torschüsse zu. 

Kleiner Hoffnungsschimmer für alle Dortmund-Fans: Von seinen letzten vier Bundesliga-Spielen gegen Borussia Dortmund hat Jupp Heynckes kein einziges gewonnen (zwei Remis, zwei Niederlagen).  

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