Zahl der Verkehrstoten im ersten Halbjahr gestiegen

Ein Kreuz erinnert an ein Unfallopfer

Die Zahl der Verkehrstoten ist in den ersten sechs Monaten dieses Jahres gestiegen. Von Januar bis Ende Juni starben insgesamt 1536 Menschen bei Unfällen auf deutschen Straßen, das waren 90 oder 6,2 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2016, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Die Zahl der Verletzten ging in der ersten Jahreshälfte leicht um 0,2 Prozent auf etwa 183.900 zurück.

Besonders hoch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum war die Zahl der Verkehrstoten im Juni dieses Jahres. Im vergangenen Monat starben 317 Menschen und damit 58 mehr als im Juni des Vorjahres (plus 22,4 Prozent). Insgesamt nahm die Polizei in den ersten sechs Monaten mehr Unfälle auf als im ersten Halbjahr 2016. Die Zahl der Unfälle stieg um 2,7 Prozent auf rund 1,28 Millionen. Bei 1,14 Millionen blieb es bei Sachschäden, bei 142.800 Unfällen kamen Menschen zu Schaden.

Das größte Risiko, im Straßenverkehr tödlich zu verunglücken, bestand in Brandenburg mit 29 Getöteten je eine Million Einwohner, gefolgt von Niedersachsen und Thüringen mit jeweils 27 Verkehrstoten auf eine Million Einwohner. Deutlich unter dem Bundesdurchschnitt lagen die Werte in den drei Stadtstaaten, die aber aufgrund ihrer Siedlungsstruktur generell niedrigere Werte aufweisen. Ebenfalls niedrig war das Risiko in Nordrhein-Westfalen mit zwölf Getöteten je eine Million Einwohner sowie in Sachsen und Schleswig-Holstein mit jeweils 17 Verkehrstoten je eine Million Einwohner.

In den Monaten Januar bis Mai kamen vor allem mehr Motorradfahrer ums Leben (plus 20,7 Prozent). Es starben aber auch mehr Fahrradfahrer (plus 12,8 Prozent). Dagegen sank die Zahl der getöteten Fußgänger um 13,5 Prozent und die der getöteten Autoinsassen um 3,2 Prozent.