Zahl der Toten nach Vulkanausbruch bei Goma steigt auf 15

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Flammen über dem Nyiragongo

Nach dem Vulkanausbruch nahe der Millionenstadt Goma im Osten der Demokratischen Republik Kongo ist die Zahl der Toten auf 15 gestiegen. Nach Angaben des Militärgouverneurs der Provinz Nord-Kivu, Constant Ndima, starben neun Menschen bei Unfällen infolge der Evakuierung. Weitere vier Menschen wurden erschossen, als sie versuchten, aus einem Gefängnis der Stadt auszubrechen, wie der Militärsprecher Guillaume Njike Kaiko mitteilte.

Nach Angaben von Regierungssprecher Patrick Muyaya wurden zwei verbrannte Leichen gefunden. Das UN-Kinderhilfswerk Unicef erklärte, dass "mehr als 170 Kinder als vermisst gelten". Mehr als 150 Kinder seien bei der Evakuierung von ihren Eltern getrennt worden. Zahlreiche Menschen stellten sich am Sonntagabend darauf ein, eine weitere Nacht im Freien zu verbringen, da sie sich noch nicht in ihre Häuser trauten.

Der Ausbruch des Vulkans Nyiragongo im Osten von Kongo hatte in Goma für Panik gesorgt. Nachdem der Vulkan am Samstagabend Lava herausgeschleudert hatte, waren tausende Menschen teils über die Grenze ins benachbarte Ruanda geflohen. Am Sonntag gaben die Behörden dann Entwarnung: Goma sei verschont worden, der Lavastrom sei am Stadtrand zum Stillstand gekommen.

Die bisher folgenschwerste Eruption des Nyiragongo ereignete sich 1977, damals starben mehr als 600 Menschen. In der Region an der Grenze zu Ruanda und Uganda gibt es insgesamt sechs über 3000 Meter hohe Vulkane.

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