Zahl der Toten durch Tropensturm "Tembin" auf Philippinen auf 240 gestiegen

Auf den Philippinen ist die Zahl der Toten infolge des Tropensturms "Tembin" auf mindestens 240 gestiegen. Rettungskräfte suchten noch nach mehr als hundert Vermissten

Auf den Philippinen ist die Zahl der Toten infolge des Tropensturms "Tembin" auf mindestens 240 gestiegen. Rettungskräfte suchten am Montag noch nach mehr als hundert Vermissten, wie die Behörden mitteilten. Rund 70.000 Menschen mussten seit Freitag ihre Wohnungen verlassen, am Montag waren noch mehr als 52.000 in Notunterkünften.

Der Sturm "Tembin" war am Freitag über Mindanao im Süden der Philippinen hinweggefegt. Heftige Regenfälle lösten vor allem in der Provinz Lanao del Norte im Nordwesten der Insel schwere Überschwemmungen und Erdrutsche aus. Städte und Dörfer wurden von Schlamm- und Gerölllawinen verwüstet.

Von Mindanao, wo mehr als 20 Millionen Menschen leben, zog der Sturm weiter nach Westen. Am Sonntagmorgen erreichte er das Südchinesische Meer, am Montag wurde er im Süden Vietnams erwartet.

Erst eine knappe Woche zuvor war der Tropensturm "Kai-Tak" mit heftigen Regenfällen über die Philippinen hinweggezogen. 54 Menschen kamen ums Leben, 24 weitere werden noch vermisst.

Die Philippinen werden jedes Jahr von rund 20 Taifunen und anderen Stürmen heimgesucht. Viele davon verlaufen tödlich. Zu den schlimmsten Stürmen in der jüngeren Vergangenheit zählte der Supertaifun "Haiyan", der das Land im November 2013 traf. Mehr als 7350 Menschen wurden getötet, ganze Städte wurden verwüstet.