Zahl der Toten bei Hochwasserkatastrophe in Indien steigt auf mehr als hundert

Überflutete Straßen in Ahmedabad

Durch die Hochwasserkatastrophe im Westen Indiens sind bereits mehr als hundert Menschen ums Leben gekommen. Am Mittwoch wurden im Bundesstaat Gujarat 25 Leichen geborgen, wie die Polizei mitteilte. 17 von ihnen waren offenbar Mitglieder derselben Familie. Die Gesamtzahl der Todesopfer infolge heftigen Monsunregens stieg damit auf 119.

Die 25 Leichen wurden in zwei Dörfern in der westlichen Provinz Gujarat geborgen. 17 von ihnen waren nach Angaben der Polizei miteinander verwandt. Bereits in der Nacht zum Mittwoch waren laut Katastrophenschutz zwölf Tote in den von den Wassermassen zerstörten Dörfern gefunden worden. In dem am schwersten betroffenen Bezirk Banaskanth mussten demnach mehr als 2600 Bewohner vor den Fluten gerettet werden, mindestens 260 von ihnen wurden von der Luftwaffe per Hubschrauber in Sicherheit gebracht.

Insgesamt mussten den Behörden zufolge mehr als 36.000 Menschen in der Region ihre Häuser verlassen. Rettungskräfte versuchten, weiterhin von den Wassern eingeschlossene Menschen mit Booten und Hubschraubern zu erreichen.

Auch in den nordöstlichen Bundesstaaten Arunachal Pradesh und Assam sorgte der Monsunregen für verheerende Überschwemmungen. In Assam gilt der Notstand, in den vergangenen Wochen kamen dort mindestens 75 Menschen ums Leben.