Polizei nimmt nach Einsturz von Wohnhaus in Mumbai Eigentümer fest

Beim Einsturz eines mehrstöckigen Wohnhauses in der indischen Metropole Mumbai sind nach neuesten Angaben 17 Menschen ums Leben gekommen. 28 weitere Menschen konnten aus den Trümmern gerettet werden. Die Einsatzkräfte suchten weiter nach Verschütteten

Nach dem Einsturz eines mehrstöckigen Wohnhauses in Mumbai mit mindestens 17 Toten hat die Polizei den Eigentümer einer Immobilie in dem Gebäude festgenommen. Der Mann werde wegen Umbauten verhört, die vermutlich zu dem Unglück geführt hätten, sagte ein Polizeibeamter am Mittwoch.

Die Polizei vermutet, dass die von dem Festgenommenen ausgeführten Bauarbeiten in einer Privatklinik im Erdgeschoss zu dem Einsturz führten. Dem Verdächtigen werden Totschlag und Gefährdung des Lebens Anderer vorgeworfen.

Derweil stieg die Zahl der Todesopfer am Mittwoch auf mindestens 17, darunter ein drei Monate altes Baby. 28 weitere Menschen konnten aus den Trümmern des vierstöckigen Gebäudes in dem nördlichen Vorort Ghatkopar gerettet werden, wie ein Sprecher des Katastrophenschutzes von Mumbai sagte. Die Einsatzkräfte suchten unter den Trümmern weiter nach Verschütteten, allerdings schwand die Hoffnung, noch Überlebende zu finden.

In Indien kommt es immer wieder zu verheerenden Hauseinstürzen, gerade in der Millionenmetropole Mumbai gab es mehrfach solche Unglücke. Der Bau von Gebäuden erfolgt oft mit minderwertigem Material. In der Regenzeit zwischen Juni und September sind viele Gebäude besonders einsturzgefährdet. Aktivisten machen aber auch korrupte Staatsbedienstete verantwortlich, die bisweilen die Augen vor offensichtlich baufälligen Gebäuden verschlössen.

Das Wohnhaus in Mumbai war am Dienstag plötzlich vollständig in sich zusammengefallen. Möglicherweise waren seine Mauern und Fundamente durch den tagelangen Regen aufgeweicht worden.