Zahl der Toten durch Gewalteskalation in Nahost auf mehr als 120 gestiegen

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Explosion in Beit Lahia im nördlichen Gazastreifen

Im eskalierenden Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern steigt die Zahl der Toten weiter: Seit Beginn des massiven Raketenbeschusses auf Israel aus dem Gazastreifen am Montag und den israelischen Vergeltungsangriffen starben nach Angaben beider Seiten 127 Menschen. Durch die israelischen Luftangriffe seien 119 Palästinenser getötet worden, darunter 31 Kinder, teilte das von der radikalislamischen Hamas geführte Gesundheitsministerium im Gazastreifen mit. In Israel stieg die Zahl der Toten auf acht.

Bei dem achten Todesopfer in Israel handelte es sich um eine Seniorin, die in der Nacht zum Freitag schweren Verletzungen erlag, die sie sich auf dem Weg zu einem Schutzraum während eines Raketenbeschusses zugezogen hatte. Unter den israelischen Todesopfern sind außerdem ein sechsjähriger Junge und ein Soldat.

International wächst wegen der andauernden Gewalteskalation die Befürchtung, dass es zu einem erneuten Krieg zwischen Israel und militanten Palästinensern kommen könnte. Seit Montag wurden aus dem Gazastreifen mehr als 1800 Raketen auf Israel abgefeuert - darunter auch auf Tel Aviv und Jerusalem. Hunderte Raketen wurden vom israelischen Raketenabwehrsystem Iron Dome abgefangen.

Die israelische Armee bombardierte in den vergangenen Tagen ihrerseits rund 750 Ziele im Gazastreifen. Ihren Angaben zufolge handelte es sich dabei um militärische Ziele wie Waffenfabriken oder Häusern von Hamas-Kommandanten. Nach Schätzungen der israelischen Armee wurden bei den Angriffen bereits mehr als 30 Anführer militanter Palästinenserorganisation wie der Hamas und des Islamischen Dschihad getötet.

Die Gefechte zwischen Israel und den militanten Palästinenserorganisationen sind die heftigsten seit dem Gazakrieg 2014. Am Donnerstag stockte Israel seine Truppen an der Grenze zum Gazastreifen massiv auf.

Am kommenden Sonntag befasst sich der UN-Sicherheitsrat in einer Dringlichkeitssitzung erneut mit der Eskalation im Nahen Osten. Es handelt sich bereits um die dritte Sitzung dieser Art binnen einer Woche.

isd/cp

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