Zahl der Toten nach Felssturz in Brasilien steigt auf zehn

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Ort des Unglücks am Furnas-See (AFP/Handout) (Handout)

Die Zahl der Toten nach dem Absturz einer Felswand an einem See in Brasilien ist auf mindestens zehn gestiegen. Dies teilte am Sonntag ein Polizeivertreter in der Gemeinde Passos im südöstlichen Bundesstaat Minas Gerais mit. Zuletzt wurden nach seinen Angaben zwei weitere Leichen von den Einsatzkräften geborgen. Nach Angaben der Behörden gab es nach diesem Leichenfund keine weiteren vermissten Menschen mehr.

In vorherigen Zwischenbilanzen der Behörden war von sieben und dann acht Todesopfern die Rede gewesen. Mehr als 30 weitere Menschen wurden demnach verletzt, neun von ihnen wurden ins Krankenhaus eingeliefert.

Die zehn Todesopfer gehörten nach Angaben der Bergungsmannschaften zu einer Gruppe von Verwandten und Freunden auf einem Boot, das am heftigsten von dem Gestein getroffen worden war. Alle Toten hatten nach vorläufigen Erkenntnissen der Behörden die brasilianische Staatsangehörigkeit.

An dem bei Ausflüglern sehr beliebten Furnas-See waren am Samstag tonnenschwere Gesteinsbrocken auf vier Boote gestürzt. Auf dramatischen Aufnahmen in Onlinenetzwerken war der Moment zu sehen, in dem sich die Felsmasse löste und auf die Boote fiel. Passagiere auf anderen Booten gerieten in Panik.

Weitere Videos zeigten, wie Menschen kurz vor dem Unglück andere vor herunterfallenden Steinen warnten und die Insassen der Boote aufforderten, sich von der Felswand zu entfernen.

Die Unglücksursache war am Sonntag weiterhin unbekannt. Der Steinschlag könnte nach Angaben der Feuerwehr jedoch mit schweren Regenfällen der vorherigen Tage zusammenhängen. Der Furnas-See, rund 300 Kilometer von der Millionenstadt Belo Horizonte entfernt, zieht wegen seines grün leuchtenden Wassers und seiner spektakulären Felswände viele Ausflügler und Touristen an.

dja

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