Zahl der Todesopfer steigt nach russischem Angriff auf Dnipro auf 21

Die Zahl der Todesopfer nach dem Einschlag einer russischen Rakete in ein Wohnhaus in der Stadt Dnipro ist nach ukrainischen Angaben auf 21 gestiegen. "Das Schicksal von mehr als 40 Menschen bleibt unklar", erklärte der Gouverneur der ostukrainischen Region Dnipropetrowsk, Walentyn Resnitschenko, am Sonntag. Die Rettungsarbeiten dauerten demnach noch an.

Nach Angaben des Vorsitzenden des Regionalrats von Dnipropetrowsk, Mykola Lukaschuk, wurden bei dem Angriff am Samstag 73 Menschen verletzt. Der ukrainischen Armee zufolge wurde das Haus von einem russischen Marschflugkörper vom Typ X-22 getroffen. Das ukrainische Militär sei nicht in der Lage gewesen, das Geschoss abzufangen.

Der Angriff in Dnipro traf ein neunstöckiges Hochhaus. Unter den Toten war nach Angaben des Gouverneurs auch ein 15-jähriges Mädchen. Sieben Kinder wurden verletzt, das kleinste sei erst drei Jahre alt. Rettungskräfte arbeiteten in der Nacht daran, eine Frau aus dem Schutt zu befreien, deren Stimme sie gehört hatten.

Bei dem Angriff wurden Dutzende Wohnungen zerstört. Nach Angaben der ukrainischen Präsidentschaft wurden 100 bis 200 Menschen durch des Beschuss des Wohnhauses obdachlos.

ma/se