Zahl der Todesopfer nach Selbstmordanschlag in Kabul steigt auf 13

Die Zahl der Todesopfer durch den Selbstmordanschlag in Afghanistans Hauptstadt Kabul am Donnerstagabend ist auf 13 gestiegen

Die Zahl der Todesopfer durch den Selbstmordanschlag in Afghanistans Hauptstadt Kabul am Donnerstagabend ist auf 13 gestiegen. Alle 13 Todesopfer seien Polizisten, teilte das Innenministerium am Freitag mit. Unter den 18 Verletzten seien auch zwei Zivilisten. Zu der Attacke am Rande einer Demonstration hatte sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannt.

"Der Attentäter kam aus der Gruppe der Protestierenden und zielte auf die Polizeikräfte", sagte der Sprecher des Innenministeriums, Nasrat Rahimi. Die Polizei war am Donnerstag in Kabul mit Demonstranten aneinandergeraten, die gegen einen tödlichen Polizeieinsatz gegen den Schwarzhandel mit Alkohol und Drogen protestiert hatten. Während der Zusammenstöße habe sich der Attentäter "inmitten der Menge" in die Luft gesprengt, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP.

In Kabul hat die Zahl der Anschläge zuletzt stark zugenommen. Ende Dezember waren bei einem Selbstmordanschlag auf ein schiitisches Kulturzentrum mehr als 40 Menschen getötet worden. Der IS war erstmals 2015 in Afghanistan in Erscheinung getreten. Seitdem erstarkte er zusehends. Die Dschihadisten verüben immer wieder Anschläge, die afghanische Hauptstadt hat sich zu einem der unsichersten Orte des Landes entwickelt.