Zahl der Todesopfer nach Anschlag in Mogadischu steigt auf 38

Anwohner begutachten Trümmer nach Anschlag in Mogadischu

Nach der Explosion zweier Autobomben in Somalias Hauptstadt Mogadischu ist die Zahl der Todesopfer weiter gestiegen. Es seien "mindestens 38 Menschen tot", sagte ein Mitglied des größten Rettungsdienstes der Stadt am Samstag. Die islamistische Shebab-Miliz bekannte sich in einer im Internet veröffentlichten Stellungnahme zu dem Doppelanschlag vom Freitag. Sie habe die Regierung und die Sicherheitskräfte treffen wollen.

Der erste Sprengsatz war bei einem Kontrollpunkt in der Nähe des Regierungssitzes detoniert. Der zweite folgte kurz danach in der Nähe eines Hotels. Offiziellen Angaben zufolge wollten die Täter mit einem mit Sprengstoff beladenen Fahrzeug zum Präsidentenpalast durchbrechen, wurden jedoch von Sicherheitskräften aufgehalten. Mindestens fünf Angreifer seien dabei getötet worden, sagte ein Sicherheitsoffizier.

Die Shebab-Miliz will die international unterstützte somalische Regierung stürzen. Im Oktober töteten die Islamisten bei einem Bombenanschlag in Mogadischu mehr als 500 Menschen. In den vergangenen Wochen war es in Somalias Hauptstadt verhältnismäßig ruhig geblieben. Die Regierung kündigte nach dem Anschlag eine neue Offensive gegen die Shebab-Miliz an.