Zahl der Software-Schwachstellen erreicht Rekordwert

Für HPI-Direktor Christoph Meinel ist die Anzahl der registrierten Sicherheitslücken alarmierend. Foto: Ralf Hirschberger

Potsdam (dpa) - Die Zahl der entdeckten Schwachstellen in Software hat nach einer Analyse im vergangenen Jahr einen Rekordwert erreicht.

2017 seien mehr als 11.000 Meldungen zu Software-Schwachstellen erfasst oder aktualisiert worden, teilte das Potsdamer Hasso-Plattner-Institut (HPI) am Freitag zum Europäischen Datenschutztag an diesem Sonntag mit. Dies ist ein gutes Drittel mehr als im Vorjahr.

«Die aktuellen Rekordwerte der registrierten Sicherheitslücken sind alarmierend, da immer größere Bereiche des wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Lebens von komplexen Software-Lösungen abhängen», erklärte HPI-Direktor Christoph Meinel. Das Institut empfiehlt Firmen und Privatnutzer, ihre Programme regelmäßig zu aktualisieren. Problematisch seien aber Systeme wie Microsofts Windows XP, für die keine Updates mehr entwickelt würden. Das alte Betriebssystem laufe noch heute auf Millionen von Computern.

Grundlage der Auswertung ist eine Datenbank des Instituts, in der Fehlerbeschreibungen der Hersteller und anderer im Internet vertretener Portale gesammelt werden.