Zahl der Neugründungen von Startups 2022 zurückgegangen

Die Zahl neu gegründeter Startups ist im vergangenen Jahr zurückgegangen: Laut einer Untersuchung des Startup Verbands und des Informationsdienstes Startupdetector gingen die Neugründungen um 18 Prozent auf noch 2618 Unternehmen zurück. Im zweiten Halbjahr betrug der Rückgang im Jahresvergleich gar 33 Prozent - der Dezember war zudem mit nur 175 Neugründungen der zweitschwächste Monat seit Beginn der Erfassung der Daten 2019.

München überholte der Untersuchung zufolge erstmals die Startup-Metropole Berlin: Hier gab es im vergangenen Jahr rechnerisch 14,5 Gründungen pro Einwohnerin oder Einwohner, in Berlin waren es 13,6 Gründungen. Den Angaben zufolge profitiert München vom "universitätsnahen Ökosystem", das trifft demnach auch auf die Standorte Aachen, Heidelberg und Karlsruhe zu.

Gegen die schwierige konjunkturelle Lage sei auch die Startup-Branche nicht immun, hieß es weiter. Nötig seien bessere Regelungen zur Mitarbeiterbeteiligung und eine einfachere Zuwanderung für internationale Tech-Talente – "also keine Sprachtests und mehr digitale Visa".

Am Mittwoch hatte die Unternehmensberatung EY mitgeteilt, dass die Finanzierung von Startups zuletzt einen Dämpfer erlitten habe. So flossen im vergangenen Jahr 9,9 Milliarden Euro an Investitionen in deutsche Jungunternehmen, 43 Prozent weniger als 2021. Es gab demnach weniger Großabschlüsse und Investoren schauten genauer auf die Rentabilität.

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