Zahl der neuen Coronavirus-Infektionen in Hubei erneut zurückgegangen

Schutzmasken gegen das Coronavirus in China

In der chinesischen Provinz Hubei ist die Zahl der neu registrierten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus den dritten Tag in Folge zurückgegangen. Mit 74 neuen Fällen habe die Zahl der neuen Infektionen in dem bisherigen Epizentrum der Epidemie ihren niedrigsten Stand seit Anordnung der Quarantänemaßnahmen in der zentralchinesischen Provinz erreicht, teilte die Nationale Gesundheitskommission am Samstag mit. Im Rest des Landes wurden demnach 25 zusätzliche Infektionen nachgewiesen.

Die Gesundheitskommission meldete überdies 24 Infektionen bei aus dem Ausland Eingereisten. Die Zahl der Todesopfer durch die Epidemie stieg um 28 auf 3070.

Derweil meldeten die lateinamerikanischen Länder Costa Rica und Kolumbien ihre ersten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Wie Costa Ricas Gesundheitsminister Daniel Salas am Freitag (Ortszeit) sagte, wurde in seinem Land eine 49-jährige US-Touristin positiv getestet. Sie habe sich vor ihrer Einreise mit dem neuartigen Coronavirus infiziert und befinde sich nun mit ihrem Mann "in strikter Isolation" in einem Hotel in der Hauptstadt San José.

Bevor die Frau Krankheitssymptome entwickelt hatte, hatte sie laut Salas die Pazifikküste und den Norden des Landes bereist. Fünf Menschen, die engeren Kontakt mit der Frau hatten, wurden ebenfalls auf das Virus getestet.

Wie Kolumbiens Staatschef Iván Duque am Freitag in Bogotá mitteilte, wurde in der kolumbianischen Hauptstadt eine 19-jährige Studentin positiv auf den Erreger getestet, die zuvor die norditalienische Stadt Mailand besucht hatte. 16 Menschen aus dem Umfeld der jungen Frau seien isoliert worden, sagte Gesundheitsminister Fernando Ruiz.

Spanien meldete derweil fünf weitere Todesopfer durch das neuartige Coronavirus. Damit starben in dem EU-Land bereits acht Menschen durch die Epidemie. Bei den neuen Todesopfern handelte es sich nach Behördenangaben um eine 87-jährige Frau in Badalona nahe Barcelona, einen ebenfalls 87-jährigen Mann in Zaragoza im Nordosten Spaniens sowie drei ältere Menschen aus der Region Madrid.

Einer von ihnen, ein 76-jähriger Mann, hatte zuvor ein Seniorenzentrum in Valdemoro südlich von Madrid besucht. Nach dem Tod einer mit dem Coronavirus infizierten 99-jährigen Frau diese Woche, die eine Tagespflegeeinrichtung in Madrid besucht hatte, ordneten die Gesundheitsbehörden eine einmonatige Schließung aller 213 Tagespflegeeinrichtungen und Vollzeit-Seniorenheime an.

Die Regionalregierung von Madrid begründete die Entscheidung mit der besonderen Anfälligkeit älterer Menschen für die Atemwegserkrankung Covid-19 und eine "außerordentliche und unmittelbare Bedrohung für die öffentliche Gesundheit".