Zahl der genehmigten Wohnungen zu Jahresbeginn gesunken

Wohnungsbau in Hamburg

In Deutschland sind zum Beginn des Jahres weniger Baugenehmigungen für Wohnungen erteilt worden als im Vorjahreszeitraum. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte, wurde von Januar bis März der Bau von 77.800 Wohnungen genehmigt - das sind 1,7 Prozent oder 1300 Genehmigungen weniger als in den ersten drei Monaten 2017. Grund dafür ist vor allem ein deutlicher Rückgang beim Bau von Wohnungen in Wohnheimen.

Hier ging die Zahl der Genehmigungen nach Angaben der Statistiker im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 42,9 Prozent auf 3005 zurück. Anfang 2017 waren es noch 5264 Wohnungen gewesen. Ohne Berücksichtigung der Wohnheime stieg die Zahl der Baugenehmigungen von Januar bis März um 1,2 Prozent.

Einen Zuwachs von 4,7 Prozent gab es im ersten Quartal bei den Baugenehmigungen für neue Mehrfamilienhäuser. Bei Einfamilienhäuser und Zweifamilienhäusern sank die Zahl hingegen um 2,0 beziehungsweise 2,7 Prozent.

Der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) kritisierte, die sinkenden Baugenehmigungszahlen zeugten von "Versäumnissen der Politik aus den vergangenen Jahren". 60 Prozent der befragten Mitgliedsunternehmen hätten angegeben, dass sich die Rahmenbedingungen im vergangenen Jahr weiter verschlechtert hätten. Die größten Investitionshürden für den Wohnungsneubau seien bauordnungsrechtliche Hindernisse sowie der Mangel an Baugrundstücken und Fachkräften.