Zahl der gefälschten Banknoten im ersten Halbjahr zurückgegangen

Euro-Banknote unter einer UV-Lampe

Die Zahl der gefälschten Banknoten ist in Deutschland leicht zurückgegangen. Im ersten Halbjahr registrierte die Bundesbank insgesamt gut 31.000 Blüten im Wert von 1,8 Millionen Euro, das war ein Rückgang um 6,2 Prozent gegenüber dem zweiten Halbjahr 2017, wie sie am Freitag mitteilte. Die Anzahl der 50-Euro-Fälschungen sei aber unverändert - die Banknote ist die mit Abstand am häufigsten gefälschte.

Im gesamten Euroraum wurden in der ersten Jahreshälfte rund 301.000 gefälschte Banknoten aus dem Verkehr gezogen, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Freitag mitteilte. Vier von fünf Blüten waren Scheine über 20 oder 50 Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ging die Zahl der Blüten in den 19 Ländern mit Gemeinschaftswährung um rund neun Prozent zurück, im Vergleich zum vorangegangenen Halbjahr sogar um rund 17 Prozent.

Die EZB betonte, dass es sehr unwahrscheinlich sei, eine Fälschung im Portemonnaie zu finden, da der Anteil von Falschnoten äußerst gering sei. Derzeit sind demnach über 21 Milliarden Euro-Banknoten im Gesamtwert von 1,1 Billionen Euro im Umlauf.

Bundesbank und EZB empfehlen, Banknoten nach dem Prinzip "Fühlen-Sehen-Kippen" zu prüfen. Verbraucher sollten nicht nur auf den Gesamteindruck schauen, sondern gezielt auf bestimmte Sicherheitsmerkmale achten: Auf der Vorderseite der Geldscheine sind zum Beispiel Teile des Druckbildes zu fühlen. Die Hologramm-Elemente verändern sich beim Kippen der Scheine, das Wasserzeichen ist nur in der Durchsicht zu erkennen.