Zahl der Beschwerden von Reisenden bei Schlichtungsstelle 2017 stark gestiegen

Mit rund 15.600 Anträgen haben sich im vergangenen Jahr so viele Reisende wie noch nie an die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personennahverkehr (SÖP) gewandt. Wie die Stelle am Dienstag in ihrem Jahresbericht mitteilte, stieg die Zahl der Anträge damit um 15 Prozent. Davon bezogen sich 76 Prozent auf den Flugverkehr, 18 Prozent auf die Bahn, vier Prozent auf Fernbusse und zwei Prozent auf den öffentlichen Nahverkehr.

Zugleich konnte die SÖP im Jahr 2017 genau 15.953 Schlichtungsverfahren abschließen, das entsprach einem Anstieg von 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Erfolgreich zwischen den Streitparteien schlichten konnte die Stelle demnach in rund 77 Prozent aller Verfahren. Wie es im Jahresbericht weiter heißt, gewann die SÖP außerdem neue Mitglieder hinzu, vor allem aus dem Bereich des öffentlichen Nahverkehrs. Die an der SÖP teilnehmenden Verkehrsunternehmen betrug zuletzt 360.

Die privatrechtlich organisierte SÖP schlichtet seit 2010 bundesweit außergerichtlich Streitigkeiten zwischen Reisenden und Bahn-, Bus-, und Schiffsunternehmen sowie U- und S-Bahn-Betreibern. Seit November 2013 ist sie für Schlichtungen zwischen Fluggesellschaften und ihren Kunden zuständig. Voraussetzung ist, dass Passagiere sich zunächst erfolglos beim Unternehmen beschwert haben.