Youngster des Tages: Jann-Fiete Arp (Hamburger SV)

SID
Youngster des Tages: Jann-Fiete Arp (Hamburger SV)

Jens Todt blieb hart. Die jüngste Niederlage in der Bundesliga bei Hertha BSC (1:2) hatte den über Wochen angestaute Frust-Pegel beim Sportdirektor des Hamburger SV nochmals gesteigert. Zu überschwänglichem Jubel für einen der wenigen Gewinner unter den Verlieren ließ sich Todt deshalb nicht hinreißen. "Es wird deswegen keine Feier stattfinden", sagte er über das erste Bundesliga-Tor von Youngster Jann-Fiete Arp.
Sein Treffer in der 73. Minute hatte beim HSV in der Schlussphase nochmals Kräfte mobilisiert und Hoffnungen auf einen Punktgewinn geweckt. Zwar reichte es am Ende nicht, dennoch hinterließ das eingewechselte Hamburger Sturm-Juwel Eindruck - und einen Eintrag in die Rekordbücher.
Arp avancierte im Berliner Olympiastadion zum ersten Bundesliga-Torschützen, der nach der Jahrtausendwende (6. Januar) geboren wurde. Nur sechs Spieler waren bei ihrer Tor-Premiere in der Bundesliga jünger als Arp, der mit 17 Jahren, neun Monaten und 22 Tagen erfolgreich war. 
"Es freut mich enorm für Fiete, so kann es weitergehen", sagte Torhüter Christian Mathenia. Auch Todt fand bei allem Ärger Lob für Arp: "Es ist toll, wir wissen, dass Fiete ein großes Talent ist. Er hat frischen Wind gebracht." 
Arp ist das große Zukunftsversprechen des HSV. Auf dem Angreifer, der Sonntag vergangener Woche noch bei der U17-WM in Indien im Einsatz gewesen war, ruhen wie auch auf dem Japaner Tatsuya Ito (20) mittelfristig die Hoffnungen auf eine sportlich erfolgreichere Zukunft. "Diese Jungen machen Spaß. Die geben Gas und sind erfrischend für unser Spiel", sagte Trainer Markus Gisdol.