New York: Trumps 1. Rede bei UN-Generaldebatte

US-Präsident Donald Trump hält heute seine erste Rede bei der Generaldebatte der Vereinten Nationen in New York. In der mit Spannung erwarteten Ansprache in der UN-Vollversammlung will Trump sich seiner UN-Botschafterin zufolge auch zur Reform der Weltorganisation äußern. Die USA sind mit Abstand größter Beitragszahler des UN-Budgets.

Der 1. Vizepräsident der EU-Kommission, Frans Timmermans, sagte in New York:“Ich bin gespannt, wie er die Rolle der reformierten UN in der Zukunft sieht. Europäer und Amerikaner teilen grundlegende Werte, unabhängig von der Regierung oder ob sie hier sind oder in der Europäischen Union. Wir müssen sicherstellen, dass unsere fundamentalen Werte auf einer globalen Ebene wiedergespiegelt werden. Deshalb brauchen wir die UN, und zwar reformierte Vereinte Nationen.”

Medienberichten zufolge will Trump die Souveränität nationaler Staaten in den Vordergrund stellen. Bereits seit seinem Amtsantritt im Januar schwört Trump die US-Bürger und Partner im Ausland auf sein Prinzip “America First” ein.

EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström sagte in New York:“Der neue Generalsekretär Guterres hat sich den Reformen der Vereinten Nationen verschrieben und dabei hat er unsere volle Rückendeckung. Das darf aber natürlich nicht in die Richtung einer Schwächung der Vereinten Nationen führen.”

Bereits am Montag kritisierte Trump die UN als schlecht geführt und stellte Bürokratie sowie Misswirtschaft an den Pranger. Das UN-Budget habe sich seit dem Jahr 2000 um 140 Prozent vergrößert und die Zahl der Mitarbeiter seitdem verdoppelt, sagte Trump. Die Ergebnisse entsprächen aber nicht diesen Investitionen.