New York: Proteste vor UN-Hauptquartier

Anlässlich der UN-Vollversammlung haben vor dem Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York zahlreiche Menschen für mehr Demokratie in afrikanischen Ländern demonstriert. Aufgerufen zu den Protesten hatten zwei Nichtregierungsorganisationen mit Verbindungen zur Republik Kongo und Gabun. Sie forderten den Ausschluss von afrikanischen Staatspräsidenten von der Vollversammlung, weil diese “zu lange im Amt” seien.

Demonstrantin Elvine Belinda Andjembe sagte:“Wir protestieren hier, weil Nationen wie Gabun, Togo, die Demokratische Republik Kongo und die Republik Kongo von Diktatoren gelenkt werden. Uns macht es krank, dass die UN uns nicht respektieren und diese Menschen einladen, um über Probleme zu reden, die diese Leute selbst verursachen.”

Andere Proteste richteten sich gegen das Scheichtum Katar wegen mutmaßlicher Unterstützung von Terrorgruppen. Dutzende Demonstranten äußerten ihre Unterstützung für den ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi, darunter Demonstrant Tarek Salemen:“Ich bin hier, um meine Sympathien für Al-Sisi und Ägypten zu zeigen. Ich protestiere gegen Katar, weil das Land Terrorismus mit Geld fördert. Ohne die Gelder wäre Schluss mit dem Terror.”

Ägyptens Präsident hatte sich am Montag erstmals öffentlich mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu getroffen, um Möglichkeiten für ein Wiederaufleben des Nahost-Friedensprozesses zu besprechen.

euronews-Korrespondentin Michela Monte kommentierte in New York:“Im Inneren des UN-Hauptquartiers waren die Proteste kaum zu hören. Dort geht das Protokoll weiter. An diesem Mittwoch wird Donald Tusk eine Rede halten, der Präsident des Europäischen Rates. Außerdem steht der “Globale Pakt” auf der Agenda, eine Vereinbarung zwischen Unternehmen und den Vereinten Nationen, um die Globalisierung sozialer und ökologischer zu gestalten.”