New York: Mondstaub-Beutel Versteigerung

Genau 48 Jahre ist her, dass Neil Armstrong auf dem Mond landete. Bei dieser ersten Expedition sammelte er auch Gesteinsproben, die er in einem verschließbaren Beutel zurück zur Erde brachte.

Der in Privathänden befindliche Mondbeutel mit Resten von Mondstaub soll nun in New York versteigert werden: Das Auktionshaus Sotheby’s erhofft sich bis zu vier Millionen Dollar (etwa 3,5 Millionen Euro) für das Mondtäschchen.

Cassandra Hatton von Sotheby’s erklärt, was es mit dem Mondbeutel auf sich hat:

“Das ist ein Dekontaminationsbeutel. Er wurde genutzt, um die Proben von jeglicher Verschmutzung durch uns Menschen und den Planeten Erde zu schützen, aber auch, um das Raumschiff und die Erde vor V erschmutzung durch Monderreger zu bewahren.

Das wertvolle Täschchen hatte zunächst jahrzehntelang in einem Lager gelegen, bis eine Behörde des US-Justizministeriums es versteigerte. Eine Frau kaufte es für 995 US-Dollar und schickte es der NASA, um seine Echtheit prüfen zu lassen. Als die NASA ihren Mondgestein-Beutel wiedererkannte, wollte sie ihn gleich behalten. Die Besitzerin klagte dagegen und bekam Recht.

Bei der Versteigerung von Raumfahrt-Souvenirs wird auch der Flugplan der Apollo 13-Mission unter den Hammer kommen. Die Mission 1970 war gescheitert, aber die Crew konnte sich trotz ihres beschädigten Raumschiffs auf die Erde retten. Für den Flugplan erhofft sich Sotheby’s bis zu 40.000 US-Dollar (rund 35.000 Euro).

Apollo 11 Moon Dust-Stained Lunar Sample Bag May Set Sale Record at Sotheby’s https://t.co/YQcHy9ctWq pic.twitter.com/JlY5ZPGdW9— SPACE.com (@SPACEdotcom) July 18, 2017