Yep, ETFs sind besser als Immobilien: Mit einer Ausnahme

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Kürzlich habe ich eine interessante Schlagzeile gelesen: ETFs sind besser als Immobilien. Als Foolisher Investor stimme ich dem Tenor dieses Artikels grundsätzlich zu. Zumal der Schreiberling sehr spannende Argumente gebracht hat, die zu dieser Einschätzung geführt haben. Sogar überaus plausible.

Im Folgenden wollen wir daher einen Blick auf diese acht Gründe, warum ETFs besser sind als Immobilien, in Kurzform riskieren. Aber auch auf eine Einschränkung. Unter einer Prämisse könnte die Asset-Klasse des Betongoldes womöglich doch attraktiv sein. Vielleicht sogar attraktiver.

ETFs: Besser als die Immobilie

Im Rahmen eines überaus Foolishen Artikels über ETFs und eine bessere Alternative zu Immobilien kam der besagte Redakteur zu einer Menge plausibler Einschätzungen. Beispielsweise recht einfache Basics wie, dass man mit Diversifikation und einem marktbreiten Ansatz investieren kann. Sowie auch, dass die Gebühren bei Passivfonds gering sind und die Passivfonds mit deutlich weniger Einsatz als Betongold möglich sind. Wobei ich gerne eine Sache präzisieren wollen würde: Das gilt vor allem für marktbreite Indexfonds, beispielsweise auf den S&P 500 oder den MSCI World.

Andere Vorteile benötigen etwas mehr Kontext. Beispielsweise sind ETFs historisch gesehen renditestark. Der Autor führt an, dass ab einer Haltedauer von 15 bis 20 Jahren eine positive Rendite sicher sei. Das gehe von dem marktbreiten Ansatz und der Diversifikation aus. Vielleicht hier die Anmerkung: Von Sicherheit können wir nicht sprechen. Aber von einem sehr soliden Indikator mit Blick in die Vergangenheit. Zwischen 1871 und 2014 haben ETFs schließlich niemals ab einer Haltedauer von 20 Jahren eine negative Rendite eingefahren. Mithilfe kostengünstiger Sparpläne (ein weiterer Vorteil) kann zeitlich diversifiziert investiert werden.

Weitere Vorteile sind, dass ETFs häufig besser sind als klassische Aktivfonds sowie bessere Renditen als Immobilien bieten. Es gibt daher wirklich eine Menge Vorteile, weshalb Passivfonds eine Alternative sein können. Vielleicht auch zu Betongold.

Passives Einkommen …? Dann vielleicht nicht!

Unter Umständen können ETFs jedoch nicht besser als Immobilien sein, zumindest nicht für jeden Investorentyp. Kostengünstige Indexfonds können langfristig eine starke, solide, einfache, zeitlose und diversifizierte Rendite ermöglichen. Im Grundtenor sind der Verfasser und ich uns daher einig. Aber wer passives Einkommen haben möchte, sollte trotzdem vielleicht über die Betongoldvariante nachdenken.

Glücklicherweise muss man dafür nicht direkt in eine Immobilie investieren. Mit sogenannten Real Estate Investment Trusts sind starke Dividenden und ebenfalls ein breites Maß an Diversifikation möglich. Teilweise ebenfalls mit Sparplänen oder aber mit geringen, aber regelmäßigen Investitionen. Diese speziellen Konstrukte können für Investoren auch aufgrund der Diversifikation und eines breiten Immobilien-Portfolios durchaus interessant sein.

Trotzdem: ETFs bieten viele Vorteile, vor allem im Vergleich mit Direktinvestitionen in Immobilien. Wer passives Einkommen erhalten möchte und die Vorteile nutzen will, der könnte außerdem über einen sogenannten REIT-ETF nachdenken. Auch das ist vielleicht eine Option.

Der Artikel Yep, ETFs sind besser als Immobilien: Mit einer Ausnahme ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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