Xi und May wollen chinesisch-britische Wirtschaftsbeziehungen vertiefen

Chinas Präsident Xi Jinping hat sich bei einem Treffen mit der britischen Premierministerin Theresa May in Peking für einen Ausbau der beiderseitigen Wirtschaftsbeziehungen ausgesprochen. May befürwortete das ebenfalls - auch wegen des Brexit

Die britische Premierministerin Theresa May und der chinesische Präsident Xi Jinping haben sich für eine Intensivierung der beiderseitigen Handelsbeziehungen ausgesprochen. Die beiden Politiker trafen sich am Donnerstag in der chinesischen Hauptstadt Peking zu Beratungen. May sagte dem chinesischen Staatsfernsehen CCTV, angesichts des anstehenden EU-Austritts wolle Großbritannien seine Wirtschaftsbeziehungen weltweit ausbauen. Die Beziehung zu China sei ein "wichtiger Teil davon".

Während der Unterredung im Staatsgästehaus Diaoyutai sagte Xi laut CCTV, es gehe darum, die britisch-chinesischen Beziehungen in ihrer "goldenen Ära" zu festigen und auf eine "neue Ebene" zu heben. Die britische Bank Standard Chartered gab am Donnerstag eine Absichtserklärung bekannt, wonach das Finanzunternehmen von Chinas staatlicher Entwicklungsbank zehn Milliarden Yuan (1,27 Milliarden Euro) zur Unterstützung des Großprojekts Neue Seidenstraße erhält.

Xi hatte die Seidenstraße-Initiative im Jahr 2013 ins Leben gerufen. Entlang der historischen Seidenstraßen-Route soll ein gigantisches Netz aus neuen Häfen, Eisenbahnlinien, Straßen und Industrieparks entstehen. Das Infrastrukturprojekt soll das Land mit Afrika, anderen asiatischen Staaten und Europa verbinden und Handelsbarrieren entlang der Route abbauen. Gleichzeitig gilt es als pragmatische Lösung für das Problem von massiven Überkapazitäten in der chinesischen Industrie.

Mays dreitägige Reise endet am Freitag in der Wirtschaftsmetropole Shanghai. Die Premierministerin wird von einer bedeutenden Wirtschaftsdelegation begleitet.