WWE-Ranking: Eine Newcomerin düpiert die Topstars

Marcus Hinselmann

Ein wilder Monat voller großartiger Matches, interessanter Entwicklungen und weichenstellenden Entscheidungen liegt hinter der Wrestling-Liga WWE.

Randy Orton ist so gehasst wie schon lange nicht mehr, Adam Cole trotzt dem Trend und Goldberg lässt die Wrestling-Fans verzweifeln.

Während NXT mit TakeOver: Portland glänzte, sorgte der Main Roster beim Ausflug nach Saudi-Arabien für Unverständnis. Titel wechselten die Hände und alte Stars spielten sich in den Vordergrund. Die Weichen für die heiße Phase der Road to WrestleMania sind gestellt. Wer dabei den meisten Rückenwind hat, zeigt SPORT1 im Powerranking.


Erstmals fliegen die Plätze eins bis vier des Vormonats aus dem Ranking. Während es sich bei Drew McIntyre und Charlotte Flair nur um eine Pause handeln sollte, stehen die Vorzeichen bei Bray Wyatt und Andrade eher schlecht. Knapp verfehlten die Broserweights (Pete Dunne und Matt Riddle) sowie The Miz und John Morrison ihre erste Nominierung.

SPORT1 wertet die Entwicklungen der letzten Wochen aus und erstellt daraus eine Top 10, die die Kraftverhältnisse in der Showkampf-Liga widerspiegeln sollen. In das Powerranking fließen die Ergebnisse der Matches und deren Relevanz ein, aber auch die allgemeine Darstellung des Charakters, die On-Air-Zeit, die Leistung im Ring und außerhalb werden berücksichtigt.

10. Roman Reigns (Vormonat: 10.)

Bevor sich Reigns am vergangenen Freitag in das SmackDown-Titelrennen stürzte, durfte er in den letzten Wochen King Corbin mit Hundefutter demütigen und ihn in Saudi-Arabien in einem Käfig besiegen. Mittlerweile konnte Reigns gegen seinen Dauerrivalen so häufig gewinnen, dass selbst Corbin einsehen sollte, dass es vorbei ist.


9. Aleister Black (-)

Nach seiner spektakulären Matchserie mit Murphy katapultiert sich Black mehr und mehr ins Rampenlicht von RAW. Woche für Woche liefert er starke Matches ab und durfte nun sogar den konstant stark dargestellten Erick Rowan zweimal besiegen. Am Montag wartet allerdings der vom Undertaker gedemütigte AJ Styles auf ihn.

8. Brock Lesnar (-)

Wieder einmal durfte Brock Lesnar seine komplette Dominanz beweisen. Es war zu erwarten, dass er Saudi-Arabien als Champion verlässt. Dass Ricochet allerdings so wenig Offensive eingeräumt wird, ist für Fans von "Prince Puma" ernüchternd und zeigt, wie wichtig ein unschlagbar erscheinender Lesnar auf dem Weg zu WrestleMania ist.

7. Seth Rollins (5)

Der Monday Night Messiah fügt Kevin Owens mit seinen Lakaien Woche für Woche Schaden zu. Für KO scheint es dabei kein gutes Ende zu geben. Seine Partner verletzten sich oder werden suspendiert, so dass Owens schlussendlich oft allein dasteht.

Rollins hingegen verkörpert sein neues Gimmick perfekt und durfte mit Murphy erfolgreich die RAW Tag Team Titles verteidigen.


6. Becky Lynch (8)

Becky Lynch ist pünktlich zur WrestleMania-Season wieder in Topform. Dies bewiesen nicht nur ihre beiden Matches gegen Asuka, sondern auch die intensiven Promos, die sie in Richtung Shayna Baszler gehalten hat.

Durch die Bissattacke wird eine gefährliche Kontrahentin für "The Man" aufgebaut und gleichzeitig sehen wir endlich wieder eine hungrige und unaufhaltsame Becky.


5. Randy Orton (-)

Schon als Orton letzten Sommer gegen Kofi Kingston fehdete, dachten viele Wrestling-Fans, dass dies dem alten Bösewicht Orton sehr nahe kommt.

Was der "Legend Killer" nun aber im Zuge der Fehde gegen Edge bietet, steht seinen goldenen Evolution- und Legacy-Zeiten in nichts nach. Edge vs. Orton scheint nicht nur auf dem Paper ein Main-Event-würdiges Match zu werden.


4. Goldberg (-)

Es ist eigentlich unglaublich, dass Goldberg im Jahr 2020 noch einmal einen großen Titel bei WWE hält. Scheinbar ist dies allerdings der Weg, von dem sich WWE das beste Resultat verspricht.

Es ist davon auszugehen, dass Goldberg seinen Titel bei WrestleMania an Reigns weitergibt und dann (vorerst) aus dem Ranking verschwindet. 


3. Adam Cole (-)

Dem Trend trotzend verteidigte Adam Cole in einem intensiven Match bei NXT TakeOver seinen Titel gegen Tommaso Ciampa. Während die anderen Mitglieder der Undisputed Era wieder titellos sind, ist Cole auf dem Weg, zum am längsten regierenden NXT-Champion aller Zeiten zu werden.

2. Rhea Ripley (9)

Es scheint, als ob die Zeit für Rhea Ripley reif ist. Nicht nur verteidigte sie ihren Titel erfolgreich gegen die aufstrebende Bianca Belair, sondern wusste auch schon Charlotte zu imponieren. Bei mehreren RAW-Besuchen zeigte sie, dass mit ihr nicht zu spaßen ist. Dass sie als wahrscheinlich einziger NXT-Superstar ein Match bei WrestleMania haben wird, zeugt von ihrem Standing.  

1. Bayley (-)

Immer wenn man denkt, dass Bayley von anderen Damen in der Division überflügelt werden könnte, behält sie doch die Überhand. Einer Titelverteidigung gegen Carmella folgte eine weitere gegen Naomi. Man scheint mit ihr auf der WrestleMania-Card zu planen.

Die folgenden Superstars mussten sich aus dem Powerranking verabschieden: Bianca Belair (7), Keith Lee (6), Andrade (4), Bray Wyatt (3), Drew McIntyre (2), Charlotte Flair (1)