Rousey-Ärger bei WWE: Auch Sasha Banks sauer

Martin Hoffmann
Ronda Rousey (l., mit Charlotte Flair, Asuka, Alexa Bliss) zog beim WWE Royal Rumble die Aufmerksamkeit auf sich

Die weiblichen Stars von WWE haben eine prominente neue Kollegin - doch nicht jeden freute die Ankunft der früheren UFC-Käfigqueen Ronda Rousey.

Zumindest die Art und Weise, wie Rouseys Ankunft zum Abschluss des Royal Rumble 2018 inszeniert wurde, stieß diversen neuen Kolleginnen sauer auf. Mehrere Wrestlerinnen übten in den sozialen Medien offene Kritik an ihrem Arbeitgeber.

Auch Sasha Banks, ein Aushängeschild der WWE-Frauendivision, ließ sich ihren Ärger über Rouseys Ankunft anmerken.

Ronda Rousey stahl WWE-Frauen die Show

"Ich habe nichts Nettes zu sagen, also kann ich nichts dazu sagen", sagte sie in einem Audio-Interview bei SiriusXM Busted Open. Auf Nachfrage wiederholte sie diesen alles andere als nichtssagenden Satz mehrfach.


Zuvor hatten bereits diverse Kolleginnen von Banks Kritik geübt: "Cool, dass sie da ist. Ich schätze, dass einfach vergessen werden kann, dass 30 andere Frauen gerade Geschichte geschrieben haben", twitterte etwa Nia Jax über einen Post von WWE zum Rousey-Debüt.


Banks und Jax gehörten zu den Teilnehmerinnen des ersten Royal-Rumble-Matches der Frauen, das vor Rouseys Überraschungsauftritt stieg.

Offensichtlich gefällt ihnen gar nicht, dass der Hype um Rousey viel Aufmerksamkeit von diesem Meilenstein abzog.


Vielsagende Twitter-Einträge

Ähnlich sah es Nikki Bella, langjähriges Aushängeschild der WWE-Szene. Über einen Videopost mit Rouseys "ehrlichen Gedanken" zu ihrer Premiere twitterte die Freundin von Superstar John Cena: "Fragt ihr euch auch, wie die ehrlichen Gedanken der anderen 30 Frauen aussehen?"

Zustimmung bekam Nikki Bella unter anderem von der ehemaligen Star-Wrestlerin Madusa Miceli (Alundra Blayze), die anfügte: "Ich unterstütze das und habe dasselbe gesagt. Offensichtlich denken auch andere so." Worauf wiederum Dana Brooke, eine weitere aktuelle WWE-Kämpferin vielsagend antwortete: "Danke, dass du uns immer den Rücken stärkst."


Kritik kommt auch von außen

Prinzipiell ist bei WWE immer möglich, dass die Tweets der Stars "in character", also Teil der Show sind. In diesem Fall wirkt der Unmut aber sehr real. Es scheint, als ob sich die neuen Kolleginnen an den Rand gedrängt fühlen - in einem Moment, der eigentlich ihnen gehören sollte.

Zumal er auch Kritik widerspiegelt, die von außen an der Rousey-Inszenierung geübt wurde.

Bei CBS etwa befand auch Ex-Wrestler und Kommentator Taz, dass Rouseys Ankunft den Frauen-Rumble zu sehr überschattet hätte. Auch Siegerin Asuka sei dadurch geschwächt worden, dass Rousey am Ende alle Aufmerksamkeit auf sich zog.