Wütende Omas fordern mehr Transparenz bei Facebook

Der Datenskandal bei Facebook hat viele Nutzer aufgeschreckt. Vor dem Hauptquartier des Unternehmens protestierte nun sogar eine Gruppe wütender Omas, die mehr Transparenz in dem sozialen Netzwerk forderte.

Die Aktivisten protestierten direkt vor der Firmenzentrale von Facebook. (Bild-Copyright: Marcio Jose Sanchez/AP/dpa)

Der jüngste Skandal bei Facebook zieht weite Kreise, weltweit sollen 87 Millionen Mitgliederdaten illegal an die Analysefirma Cambridge Analytica weitergegeben worden sein. Das wollen viele Nutzer nicht auf sich sitzen lassen. Eine kleine, aber leidenschaftliche Gruppe aus rund einem halben Dutzend Personen protestierte am Donnerstag vor dem Eingang der Firmenzentrale im kalifornischen Menlo Park.

Wie “Mashable” berichtet, versammelten sich die Aktivisten der Gruppe “Raging Grannies”, was auf Deutsch so viel wie “wütende Omas” heißt, vor dem “Gefällt mir”-Logo des Facebook-Hauptquartiers, um strengere Datenschutzrechte einzufordern. Die Gruppe existiert seit den 1980er-Jahren und hat in der Vergangenheit unter anderem mit ihrem Protest gegen den Irak-Krieg für Schlagzeilen gesorgt.
Auf Schildern forderten sie unter anderem mehr Transparenz und stellten das “Dislike”-Zeichen zur Schau.


“‘Datenschutz sollte die Standardeinstellung sein’, erklärten die ‘Raging Grannies’ bei ihrem Facebook-Protest.”

Ruth Robertson, die Organisatorin des Protests, habe erst am Abend zuvor mit Hilfe ihres Enkels die Datenschutzeinstellungen auf ihrem Account gefunden, wie es in dem Bericht heißt. Trotz des Unmuts über den Datenskandal wolle sie ihr Facebook-Profil nicht löschen, da das soziale Netzwerk sie mit ihrer Familie verbinde. Dennoch wünsche sie sich, dass das Unternehmen seine Nutzer besser behandele.

Hier gibt es mehr zum Datenskandal.