Wütende Obst- und Gemüsekäufer kritisieren Coles und Woolworths

Die australischen Supermarktketten Coles und Woolworths gerieten für ihre Obst- und Gemüseverpackungen ins Kreuzfeuer der Kritik.

Jeremy Buckingham, Mitglied der australischen Partei The Greens, postete ein Foto auf seiner Facebook-Seite, auf dem verpacktes Obst und Gemüse in den Supermärkten zu sehen ist.

„Wer hat es noch nicht satt, in den Supermarkt zu gehen und überall in Plastik verpacktes Obst und Gemüse zu sehen?“, schrieb er zu dem Bild.

„Kommt schon, Coles & Woolworths – das könnt ihr besser!“

Greens-Mitglied Jeremy Buckingham postete dieses Foto auf seiner Facebook-Seite. Bild: Facebook/Jeremy Buckingham

Innerhalb nur einer Stunde entfachte der Beitrag eine Debatte, in der die Leute sich darüber beschwerten, dass das Gemüse unter dem Plastik schwitzt und verdirbt.

„Ich habe genug von den Plastikverpackungen, genug von schwitzendem Gemüse, das sofort verdirbt, wenn ich es aus dem Laden hole“, kommentierte eine Frau.

Eine Nutzerin kritisierte auch Aldi für dieselbe Vorgehensweise, die sie laut eigenen Aussagen „wahnsinnig“ mache.

Eine weitere Person sagte, der IGA in ihrer Nähe verpackt Obst und Gemüse ebenfalls, weshalb sie es nicht kauft.

„Ich kaufe es nie, wenn es in Plastik verpackt ist“, sagte ein anderer.

Vergangenen Juni zog sich Woolworths den Zorn der Kunden zu, nachdem die Kette anfing, die Süßkartoffeln zu verpacken.

Die Leute waren schockiert über den Entschluss der Supermarktkette, die Kartoffeln in Plastiktassen zu verpacken, anstatt sie offen zu verkaufen.

„Süßkartoffeln können von eurem Regal in meinen Einkaufswagen und in mein Regal wandern, ohne eine Plastiktasche berühren zu müssen, ganz zu schweigen von einer Plastiktasse!!!“, hieß es in dem Beitrag.

Die Mehrheit der kommentierenden Nutzer stimmte der Frau zu. Viele sagten, sie hätten genau dasselbe gedacht, als sie die Süßkartoffeln in ihrer Woolworths-Filiale sahen.

„Wir haben es 100 Jahre lang geschafft, Obst und Gemüse zu essen, das nicht in Plastik verpackt war. Bitte erzählt uns nicht, dass wir es jetzt brauchen. Wir brauchen es nicht, der Planet braucht es nicht und ich bin sicher, ihr könntet euch sogar ein paar Woolworths-Dollar sparen!“, kommentierte eine Person.

Vergangenen Juni postete eine Kundin dieses Foto auf Facebook und sorgte für Aufregung. Bild: Facebook

Woolworths reagierte auf den Facebook-Beitrag und behauptete, die Plastikpackungen seien da „um das Produkt über die Lieferkette hinweg zu schützen“.

„Wir bemühen uns, unsere Verpackungen so effizient wie möglich einzusetzen“, hieß es weiter.

„Daher sind viele unserer verpackten Produkte auch als offene Variante erhältlich.“

„Wenn wir neue recyclingfähige Verpackungsmöglichkeiten prüfen, müssen wir sicherstellen, dass sie unseren bestehenden Standards hinsichtlich Lebensmittelsicherheit und Produktintegrität genügen und die angemessene Haltbarkeit unserer Produkte erzielt wird, um die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren.“

„Wir werden mit unserer Lieferanten weiterhin aktiv daran arbeiten, Verpackungsalternativen zu entwickeln, die die Verpackungsmenge reduzieren oder ihre Recyclingfähigkeit erhöhen.“