Wunsch-Duo sagt dem HSV ab

Reinhard Franke

Beim Hamburger SV hat seit vergangenem Donnerstag die Suche nach einem neuen Vorstandsboss und Sportdirektor begonnen.

Da trennten sich die Verantwortlichen des Klubs von ihrem Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen und von Sportdirektor Jens Todt. Ein Wunsch-Duo für die Nachfolge schien sich schnell heraus zu kristallisieren. Doch zwei Namen können von der Kandidaten-Liste gestrichen werden.

"Es gibt da gar nicht so viel zu sagen, da es sich um ein - wenn auch schmeichelhaftes - Gerücht handelt", sagte Michael Meeske, Finanzvorstand bei Zweitligist 1. FC Nürnberg, zu SPORT1: "Es gibt aber keinen Kontakt und ich habe zudem noch längerfristigen Vertrag in Nürnberg."

Auch für Ex-Sportchef Todt müssen die Verantwortlichen der Hamburger weiter nach einem Ersatz suchen.

Jonas Boldt, Manager bei Bayer Leverkusen, wird ebenfalls nicht zum HSV wechseln. Nach SPORT1-Informationen plant Leverkusen weiter fest mit Boldt.

HSV-Präsident Bernd Hoffmann hatte zuletzt über den künftigen Sportvorstand gesagt: "Es kann durchaus jemand sein, der aktuell im Job ist."


Schmadtke: "Kein Kontakt zum HSV"

Die Sport Bild hatte am Donnerstagabend Meeske und Boldt als mögliche Nachfolger von Bruchhagen und Todt ins Spiel gebracht. Boldt soll der Wunschkandidat von Hoffmann für den Posten des Sportvorstands sein.

Zuletzt wurde der frühere Geschäftsführer des 1. FC Köln, Jörg Schmadtke, als aussichtsreichster Kandidat bei den Rothosen gehandelt, doch der 53-Jährige sagte bei SPORT1: "Ich habe keinen Kontakt zu einem Klub."

Auch Horst Heldt, seit März 2017 Sportchef von Hannover 96, wurde zuletzt als möglicher neuer HSV-Sportdirektor genannt, doch er wird bei seinem Verein keine Freigabe von Präsident Martin Kind bekommen, der Heldt zudem kürzlich erst zum Geschäftsführer befördert hatte.