WRC 2018: Citroen will jetzt Sebastien Ogier!

Gelingt es Yves Matton, den verlorenen Sohn Sebastien Ogier zurückzuholen?


Citroen bemüht sich, einen verlorenen Sohn zurückzuholen: Yves Matton bemüht sich, Sebastien Ogier wieder ins Team zu holen. Der viermalige Weltmeister ist nach dem überraschenden Volkswagen-Ausstieg für die WRC-Saison 2017 bei M-Sport untergekommen. Malcolm Wilson griff für den besten WRC-Piloten der Gegenwart tief in die Tasche, doch Matton wird wissen, dass M-Sport kaum das ehemalige Volkswagen-Gehalt zahlen wird.

Und so streckt er seine Fühler nach Ogier aus, wie er gegenüber 'AFP' darlegt: "Sebastien steht ganz klar in unserem Auftragsbuch. Das ist der Grund, warum ich keine Unfälle mehr wollte. Aufgrund unserer Budget-Einschränkungen hätten wir uns sonst gute Möglichkeiten für die Zukunft verbaut." Die Verhandlungen mit Ogier liefen "relativ normal", fügt er hinzu. "Andreas (Mikkelsen) war ein mögliches Szenario, aber nicht das Richtige für diese Zeit."

Für Citroen wäre Ogier ein Goldgriff, um das Fahrerproblem zu lösen: Kris Meeke enttäuscht trotz des Mexiko-Sieges auf ganzer Linie, Craig Breen braucht noch Zeit, Khalid Al-Quassimi ist Bezahlfahrer und Stephane Lefebvre hinterlässt nicht gerade den Eindruck eines kommenden Weltmeisters. Andreas Mikkelsen hat man an Hyundai verloren und Sebastien Loeb will sich nicht den Stress einer vollen Saison antun, sondern lediglich ein paar Rallyes zum Spaß fahren.

Sebastien Ogier wurde von Citroen als Nachfolger von Loeb Ende der 2000er-Jahre aufgebaut. Er entwickelte sich jedoch zu schnell für Citroen und setzte Loeb teamintern unter Druck. 2011 eskalierte die Situation, als Loeb Citroen vor die Wahl stellte, den Fokus auf ihm oder Ogier zu richten. Citroen entschied sich für Loeb, was Ogier zum Wechsel zu Volkswagen veranlasste. Seit 2013 in er in der Weltmeisterschaft ungeschlagen.

© Motorsport-Total.com