Wozniacki: Scharapowa-Ansetzungen "fraglich"

Nadine Anna Münch
Caroline Wozniacki gerät auf der Pressekonferenz nach ihrem Turnier-Aus richtig in Fährt

Caroline Wozniacki hat die Abläufe bei den diesjährigen US Open scharf kritisiert - und dabei auch heftig in Richtung Maria Scharapowa ausgeteilt.

Nach ihrem Aus in der zweiten Runde beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres gegen die ungesetzte Russin Ekaterina Makarowa (2:6, 7:6, 1:6) ließ das Tennis-Ass aus Dänemark bei einer Presserunde ordentlich Dampf ab.

"Einen Spielplan herauszugeben, bei dem die Nr. 5 der Welt das fünfte Match auf Court fünf spielt - das finde ich inakzeptabel", sagte Wozniacki über die Court-Ansetzungen beim Turnier in New York City.

Scharapowa auf Center Court "fraglich"

"Und wenn man dann auf den Center Court schaut - ich verstehe vollkommen, dass das auch zum Geschäft gehört und alles - aber jemand, der nach einer Doping-Sperre zurückkommt und plötzlich jedes einzelne Match auf dem Center Court spielt - ich finde, das ist sehr fraglich."

Ein mehr als deutlicher Seitenhieb auf Scharapowa, die dank einer Wildcard nach ihrer 15-monatigen Dopingsperre ihr erstes Major-Turnier bestreitet.

"Leistungen der Spieler respektieren"

Laut Wozniacki würden mit der Bevorzugung Scharapowas (Nr. 146) die Leistungen der Top-Spielerinnen nicht ausreichend gewürdigt:

"Ich finde, dass jemand, der sich nach einer Verletzung zurückgekämpft hat und die Nr. 5 der Welt ist, verdient, auf einem größeren Court zu spielen als auf Court Nummer fünf. Sie sollten sich vielleicht damit befassen, was sie hier in Zukunft tun müssen."

"Ich liebe die US Open. Es ist ein Turnier, auf das ich mich immer freue. Die Spielansetzung ist dieses Jahr etwas unglücklich gelaufen. Ich denke, es gibt Wege, Spieler und Rankings zu respektieren. Zu respektieren, welche Spieler in der Vergangenheit gutes geleistet haben. Es gibt einige Dinge, die besser hätten laufen können", kritisierte Wozniacki.

Wozniacki als Scharapowa-Kritikerin

Es ist nicht das erste Mal, dass die Dänin eine Spitze gegen Scharapowa verteilt.

Bereits das Comeback der Russin im März beim Porsche Tennis Grand Prix in Stuttgart sah Wozniacki äußert kritisch und nannte es "respektlos", dass Scharapowa eine Wildcard für das WTA-Turnier erhielt.

Wozniacki, ehemalige Nummer eins der Welt, fiel aufgrund von Verletzungen während der letzten beiden Saisons bis auf Rang 74 zurück und kämpfte sich wieder an die Weltspitze.