Er wollte sie "unattraktiv" machen - Mordprozess: Video zeigt Messerattacke in Echtzeit

John Schneider

Ein eifersüchtiger Ehemann sticht seine Frau nieder. Der Angeklagte streitet vor dem Münchner Landgericht jede Mordabsicht ab.

München – Die Bilder, die da auf die Wand des Gerichtssaales im Strafjustizzentrum projiziert werden, sind schockierend. Das Video der Überwachungskamera zeigt in Echtzeit, wie Enver K. (38) am 10. August 2016 gegen 11 Uhr in die Schwabinger Pizzeria kommt, seine Frau (37) am Ende des Raumes sieht und auf sie zugeht. Kurz bevor er sie erreicht, zückt er ein Schweizer Taschenmesser und stößt ihr die Klinge in den Rücken.

Die 37-Jährige dreht sich um, ihr Ehemann stößt erneut zu. Immer wieder, zielt dabei auch in ihr Gesicht. Sie geht zu Boden, der Mann beugt sich über sie und sticht erneut zu. Ein Kollege der Frau geht auf den Messerstecher zu, kann diesen aber auch nicht von seinem Opfer abbringen. Nach einem erneuten Stich flieht der Täter aus dem Restaurant.

Für Staatsanwalt Laurent Lafleur ein Fall von versuchtem Mord. Motiv: Eifersucht. Der Angeklagte hatte seine Frau an diesem Morgen zu ihrer Arbeitsstelle in der Elisabethstraße begleitet. Er hofft, dass sie wieder ein Paar werden.
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