Wolfsburg verliert bei Labbadias Heimdebüt

Lucas Alario bejubelt seinen verwandelten Foulelfmeter zur 1:0-Führung der Leverkusener

Neuer Trainer, alte Probleme: Die Heimpremiere von Bruno Labbadia als neuer Chefcoach beim VfL Wolfsburg ist gründlich daneben gegangen.

Die Niedersachsen verloren gegen Bayer Leverkusen mit 1:2 (0:1) und warten seit mehr als drei Monaten auf einen Sieg vor eigenem Publikum (Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga).

Die Highlights des Spiels am Sonntag ab 9.30 Uhr bei Bundesliga Pur im Free-TV auf SPORT1 und im TV-Livestream

Die Gäste hingegen untermauerten ihre Auswärtsstärke und sind im Kampf um einen Platz in der Champions League bestens im Rennen.

"In den letzten Jahren haben wir am Ende immer die nötigen Punkte geholt, um unter die ersten vier Plätze zu kommen. Das ist unser Ziel und ich bin sehr zuversichtlich, dass wir es schaffen", meinte Torschütze Julian Brandt bei Sky.

VfL punktgleich mit dem Relegationsplatz

Bei den Norddeutschen zeigt die Leistungskurve auch nach dem Trainerwechsel weiter nach unten, die Lage im Abstiegskampf wird immer bedrohlicher (Tabelle der Bundesliga).


Lucas Alario traf für Bayer in der 31. Minute per Foulelfmeter. Den Strafstoß hatte Maximilian Arnold gegen Kai Havertz verursacht, gegen die Entscheidung von Schiedsrichter Felix Zwayer gab es keinerlei Proteste.

Leverkusener zelebrieren Playstation-Jubel

Den Treffer von Nationalspieler Brandt (78.) konterte der ehemalige Leverkusener Admir Mehmedi (79.) umgehend. Wolfsburgs William sah Gelb-Rot (90.+1).

"Wir haben uns am Ende das Leben schwer gemacht, trotzdem gehen die drei Punkte in Ordnung", meinte Havertz, der noch das Geheimnis des Leverkusener "Holzhacker-Jubels" verriet, den er zusammen mit Brandt aufgeführt hatte:

"Es geht um ein neues Playstation-Spiel, das jetzt erst rausgekommen ist", sagte Havertz. "Es ist ein Insider zwischen Julian und mir. Wir verbringen viel Zeit zusammen, da kommt man auf solche Gedanken."

Labbadia rauft sich die Haare

Vor 24.354 Zuschauern enttäuschten die Platzherren auf der ganzen Linie. Ungenaues Passspiel, ungeschicktes Zweikampfverhalten - Labbadia raufte sich am Spielfeldrand mehrfach fast demonstrativ die Haare.

Bezeichnend, dass die einzige Torchance der ersten Halbzeit einem Distanzschuss Arnolds (17.) entsprang (Das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER).


Auch ohne den angeschlagenen Leon Bailey, der nur bibbernd auf der Reservebank saß, wirkten die Westdeutschen leichtfüßiger und einsatzfreudiger. Schon nach 19 Sekunden hatte Lars Bender die Bayer-Führung auf dem Fuß. Auch bei einem Kopfball in der 19. Minute hätte der Abwehrspieler das erste Tor für seine Mannschaft erzielen können.

Nach dem Seitenwechsel drängte das Team von Coach Heiko Herrlich auf eine schnelle Vorentscheidung. Charles Aranguiz traf die Querlatte (51.), nur 60 Sekunden später wurde ein Schuss von Julian Baumgartlinger in letzter Sekunde abgeblockt.

Pfiffe und "Wir wollen euch kämpfen sehen"

Nach etwa einer Stunde Spielzeit verloren die Wolfsburger Zuschauer die Geduld, Pfiffe und sogar Hohngelächter machten die Runde im Stadion. Daran änderte auch ein gefährlicher Drehschuss von Divock Origi (60.) nichts.

Im Gegenteil: "Wir wollen euch kämpfen sehen", skandierte das Publikum. Labbadia reagierte auf seine Weise. Der 52-Jährige wechselte den spielerisch starken Yunus Malli ein und hoffte so auf einen Umschwung der Partie. Doch der gewünschte Effekt bleib aus,

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