Wolff: "Null Gespräche mit Vettel"

Mercedes-Motorsportchef Wolff (r.) im Gespräch mit Aufsichtsratsboss Lauda

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff hat den Aussagen von Team-Aufsichtsratsboss Niki Lauda widersprochen, wonach der Formel-1-Weltmeisterrennstall Verhandlungen mit Sebastian Vettel geführt habe.

"Es gab null Gespräche mit Sebastian über einen Vertrag", sagte Wolff am Samstag nach dem Qualifying zum Großen Preis von Belgien (ab 14 Uhr im LIVETICKER).

Der 45-Jährige führte aus, Ex-Weltmeister Lauda sei am Mittag nach der Bekanntgabe von Vettels Vertragsverlängerung bei Ferrari fehlinterpretiert worden: "Die beiden quatschen nun mal, wenn sie sich im Fahrerlager begegnen. Da fällt auch mal ein Satz über die Zukunft. Aber es gab nie ein Vertragsgespräch."

Lauda hatte bei Sky UK gesagt: "Wir haben mal kurz mit ihm über Mercedes gesprochen. Aber je besser Ferrari wurde, desto geringer wurde die Wahrscheinlichkeit, dass er gehen möchte. Also haben wir das vor einigen Monaten direkt wieder gestoppt."

Der 68-jährige Lauda, 1975 und 1977 selbst Weltmeister mit Ferrari, hatte dem viermaligen Weltmeister und WM-Spitzenreiter Vettel im weiteren Verlauf zu seiner Unterschrift bei der Scuderia bis 2020 gratuliert und gesagt: "Wenn du für Ferrari fährst, dein Herz dort ist, das Geld passt und das Auto konkurrenzfähig ist, dann gehst du dort nicht weg."

Wolff unterstrich einmal mehr, dass Vettels Verbleib bei Ferrari keinerlei Einfluss auf die Zukunft des Finnen Valtteri Bottas als zweitem Piloten neben dem Engländer Lewis Hamilton habe.

"Man muss eigentlich nicht eine Sekunde darüber nachdenken. Es liegt aber noch einiger Papierkram vor uns", sagte der Österreicher. Der Vertrag des Finnen läuft aus, Mercedes hat eine Option zur Vertragsverlängerung mit dem aktuell Drittplatzierten der WM hinter Vettel und Hamilton.