Wohnungssuche: Darauf sollten Sie bei der Besichtigung achten

Bereiten Sie sich gut auf die Wohnungsbesichtigung vor, es gibt viel zu beachten. (Bild: ddp images)

Mittlerweile kommt es fast einem Sechser im Lotto gleich, wenn man seine Traumwohnung findet – und sich dann auch noch gegen die „Konkurrenz“ durchsetzt. Damit bei der Wohnungsbesichtigung alles glatt geht, sollten Sie einige Dinge beachten. Denn nur, wer richtig hinschaut, kann die vermeintliche Traumwohnung von einem teuren Reinfall unterscheiden.

1. Der erste Schritt

In Metropolen wie Berlin, Hamburg, München oder Köln kann es nach einem Wohnungsinserat im Internet leicht zu mehreren Dutzend Interessenten kommen. Statt sich bei einer sogenannten Massenbesichtigung mit unzähligen anderen durch die Wohnräume zu schieben, versuchen Sie Ihr Glück und fragen Sie nach einer Einzelbesichtigung – nach Möglichkeit bei Tageslicht. Denn nur so können Sie Lichtverhältnisse richtig beurteilen.

2. Der erste Eindruck

Haben Sie einen Besichtigungstermin erhalten, sollten Sie bereits bei der Ankunft in der Straße aufmerksam alle Faktoren beachten, die für Sie wichtig sein könnten. Wie ist die Parksituation in der Gegend, gibt es Fahrradständer, gegebenenfalls Spielplätze, Einkaufsmöglichkeiten und öffentliche Verkehrsmittel in der Gegend? Wie ist der Lärmpegel draußen und innerhalb des Hauses und der Wohnung. Gefällt Ihnen der Zustand der umliegenden Gebäude, des Wohnhauses selbst und natürlich der Zustand der Wohnung? Schließlich müssen Sie sich jeden Tag dort aufhalten und wohlfühlen.

3. Holen Sie sich Unterstützung

Nach Möglichkeit sollten Sie eine weitere Person zur Besichtigung mitbringen. Vier Augen sehen häufig mehr als zwei – und Sie können Sich während des Termins bereits mit Ihrem Gegenüber beraten.

4. Insider-Tipps einholen

Falls Sie den Vormieter des Hauses antreffen, versuchen Sie, Insider-Tipps zu dem Objekt zu bekommen. Wie steht es um das Nachbarschaftsverhältnis, wo gibt es Probleme beim Zusammenleben?

Schimmel- und Wasserflecken sieht man oft erst auf den zweiten Blick. (Bild: ddp Images)

5. Prüfen Sie alles genau

Lassen Sie sich nicht hetzen – weder von Mitbewerbern noch vom Makler. Lassen Sie sich Zeit bei den Dingen, die Ihnen wichtig sind. Schauen Sie sich dabei den Schnitt der Wohnung und einzelnen Zimmer genau an – macht die Raumaufteilung für Sie wirklich Sinn? Prüfen Sie Stell- und Wandflächen und überlegen Sie, ob sie sich für Ihre Möbel eignen. Legen Sie in kalten Monaten dabei ruhig auch die Hand auf Außenwände oder an Fenster. So finden Sie heraus, wo Feuchtigkeit herrscht oder ob Fenster und Türen ausreichend gedämmt sind. Zur umfassenden Prüfung gehört auch, dass Sie sich die Elektronik in der Wohnung zeigen lassen, ebenso wie die Heizungsart und den Herd. So erleben Sie nach der Vertragsunterschrift keine bösen Überraschungen. Schauen Sie dabei auch hinter die Heizkörper und in Ecken nach Schimmelbefall oder Wasserflecken. Erfragen Sie in diesem Zuge auch gleich die Nebenkosten, denn nur so können Sie richtig kalkulieren, ob Sie sich die Wohnung leisten können.

6. Gute Vorbereitung

Seien Sie ausreichend vorbereitet. Haben Sie alle Unterlagen parat, aber übertreiben Sie es nicht mit dem Aufwand, den Sie betreiben. Packen Sie die Mietschuldenfreiheitsauskunft Ihres Vermieters, eine Kopie Ihres Ausweises, die Schufa-Auskunft und gegebenenfalls einen Gehaltsnachweis ordentlich in eine Mappe. Wenn Sie mögen, können Sie ein nettes Foto beilegen, damit man sich an Sie erinnert. Dabei zählt ein guter Eindruck und Ehrlichkeit mehr als eine übertriebene Selbstdarstellung.