Wohnungsbau in Berlin: "Ein Jahr nach der Wahl geht es oft nur um das Klein-Klein"

BBU-Vorsitzende Maren Kern

Berlin. Es ist das wichtigste Vorhaben und zugleich die größte Herausforderung für die rot-rot-grüne Koalition: der steigenden Wohnungsknappheit zu begegnen und gleichzeitig die Mieten in der Stadt einzudämmen. Vor wenigen Wochen formulierte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) jedoch Zweifel daran, ob die für das Bauen zuständige Senatorin für Stadtentwicklung die richtigen Schwerpunkte setzt. Diese Sorge treibt auch die Wohnungsunternehmen um, wie Maren Kern, Chefin des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen, im Interview mit der Berliner Morgenpost klarstellt.

Frau Kern, seit knapp einem Jahr regiert Rot-Rot-Grün Berlin, die Ressortzuschnitte wurden radikal verändert. Wie hat sich das bewährt?

Maren Kern: Aus Sicht derer, die in Berlin Wohnungen bauen wollen und sollen, hat es sich leider gar nicht bewährt. Der Denkmalschutz, der bei Fragen der Gebäudesanierung und der Nachverdichtung in der Innenstadt oft eine wichtige Rolle spielt, gehört inzwischen in das Kulturressort, das von Klaus Lederer von der Linken verantwortet wird. Die für das Bauen ebenfalls extrem wichtigen Ressorts Verkehr und Umwelt, die ja zuvor ebenfalls beim Stadtentwicklungssenat angesiedelt waren, werden nun von der grünen Verkehrssenatorin Regine Günther verantwortet und Energie von Wirtschaftssenatorin Ramona Pop, ebenfalls Grüne.

Warum ist das ein Problem?

Zunächst einmal ganz banal, weil die neuen Zuschnitte auch einen enormen Personalaustausch in der Leitungsebene der Verwaltunge...

Lesen Sie hier weiter!